Familienrecht

Mai 2011

Zustimmung zu einer Grundschuldbestellung für das Grundstück des Betreuten

Von |2015-10-07T07:38:59+00:00Mai 22nd, 2011|Familienrecht, Vertragsrecht|

Im Falle einer zu erteilenden Zustimmung zu einer Bestellung einer Grundschuld an dem Grundstück eines Betreuten ist zu beachten, daß die Zustimmung nicht abstrakt erteilt werden kann, sondern die Kenntnis einer konkreten Grundschuldbestellungsurkunde voraussetzt. Der durch die Grundschuldbestellung eintretende Nachteil muß vollständig kompensiert werden. Da eine Grundschuldbestellung einen Darlehensvertrag oder eine andere Finanzierungsabrede besichern soll, [...]

ehebedingter Nachteil bein Anknüpfen an die vormalige Erwerbstätigkeit?

Von |2016-10-17T19:08:35+00:00Mai 19th, 2011|Familienrecht|

Ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt - Aufstockungsunterhalt - ist mit dem OLG Düsseldorf (Urteil vom 09.09.2010, II-8 UF 56/09) zu befristen, wenn die Unterhaltsberechtigte nach der Scheidung der Ehe an ihre vor bzw. bei Eheschließung gegebenen Verdienstmöglichkeiten angeknüpft habe, da in einem solchen Fall ein ehebedingter Nachteil nicht festgestellt werden könne.

Keine Begrenzung des Ehegattenunterhalts wegen/aufgrund nachehelicher Solidarität

Von |2016-10-17T19:08:35+00:00Mai 19th, 2011|Familienrecht|

Mit dem BGH in seinem Urteil vom 27.05.2009 (BGH, XII ZR 111/08) ist im Rahmen der Billigkeitsentscheidung über eine Herabsetzung oder eine zeitliche Begrenzung des nachehelichen Unterhalts vorrangig zu berücksichtigen, inwieweit durch die Ehe Nachteile im Hinblick auf die Möglichkeit eingetreten sind, für den eigenen Unterhalt zu sorgen. Der BGH weist im Rahmen seiner Entscheidung [...]

Kosten der privaten Krankenversicherung als ehebehingter Nachteil?

Von |2016-10-17T19:08:35+00:00Mai 19th, 2011|Familienrecht, Versicherungsrecht|

Mit dem Urteil des OLG Hamm vom 18.06.2009 (2 UF 6/09) hat der geschiedene, unterhaltsberechtigte Ehegatte weiterhin Anspruch auf eine entsprechende vollumfängliche Krankenversicherung. Müsse also der geschiedene Ehegatte von der gesetzlichen Krankenversicherung in eine teurere private Krankenversicherung wechseln, seien diesbezüglich ein auszugleichender ehebedingter Nachteil.

OLG Naumburg: Kindesunterhalt und Nebentätigkeitsverpflichtung?

Von |2015-10-07T13:05:57+00:00Mai 19th, 2011|Familienrecht|

Für den Fall, daß das Haupterwerbseinkommen des Unterhaltsverflichteten gegenüber einem minderjährigen Kind nicht zur Zahlung des titulierten Unterhaltes ausreicht, gehen die Gerichte grds. davon aus, daß eine zusätzliche Nebentätigkeit aufgenommen werden müsse. So bspw. auch das OLG Naumburg (3 WF 121/09) für den Fall, daß die nach dem ArbZG geltende regelmäßige Arbeitszeit durch die Haupterwerbstätigkeit [...]

Nichteheliche Lebensgemeinschaft „Für und Wider“

Von |2016-10-17T19:08:35+00:00Mai 18th, 2011|Familienrecht|

Die nichteheliche Lebensgemeinschaft ist eben keine eigentliche "rechtsverbindliche" Gemeinschaft - wie die Ehe oder eingetragene Lebenspartnerschaft - und kann folglich jederzeit und umgehend aufgelöst werden. Neben dieser Freiheit ist aber auch darauf hinzuweisen, daß durch das Grundgesetz eben nur die Ehe besonders geschützt wird, folglich die Normen der Ehe über Unterhalt, die eheliche Wohnung, die [...]

Verwirkung von Unterhaltsansprüchen wegen einer neuen Partnerschaft

Von |2016-10-17T19:08:35+00:00Mai 18th, 2011|Familienrecht|

Gesetzliche geregelte Verwirkungsgründe hinsichtlich des Nachscheidungsunterhalts sind unter § 1579 Nr. 2 BGB zu finden und oftmals interessiert insbesondere der Tatbestand der neuen verfestigten Lebensgemeinschaft. Nach einer Entscheidung des Amtsgerichts Essen vom 11.03.2009 (106 F 296/08) soll aufgrund geänderter gesetzlicher Verhältnisse eine verfestigte Lebensgemeinschaft schon nach einem Jahr angenommen werden können. Das Gericht führt hierzu [...]

Zugewinnausgleich

Von |2016-10-17T19:08:37+00:00Mai 17th, 2011|Familienrecht|

Zunächst das Grundsätzliche: Jeder Ehegatte haftet auch in der Ehe - mit Ausnahme der Schlüsselgewalt- nur für seine eigenen, persönlich eingegangenen Schulden (also keine Gütertrennung nur zwecks Vermeidung der gemeinsamen Haftung erforderlich!). Des weiteren: Mit der Entscheidung des BGH vom 09.02.2011 (XII ZR 40/09) gehört auch der sog. "Good will" eines Selbständigen in den Ausgleich. [...]

Kein Versorgungsausgleich bei kurzer Ehedauer und geringer Differenz der Anrechte

Von |2011-05-17T20:31:30+00:00Mai 17th, 2011|Familienrecht|

Bei einer Ehedauer von bis zu drei Jahren, wobei das Trennungsjahr miteingerechnet wird, ist mit dem Gesetz nunmehr der Versorgungsausgleich nur noch auf Antrag vorgesehen. Bei geringen Ausgleichswerten (derzeit ca. 25,00 €) soll das Gericht auch von einem Ausgleich absehen. Darüber hinaus können die Parteien per Vereinbarung einen Ausschluß vereinbaren, allerdings muß das Gericht prüfen, [...]

Namensrecht des Kindes

Von |2015-10-07T13:06:36+00:00Mai 17th, 2011|Familienrecht|

Nur in selten Ausnahmefällen ist eine Namensänderung ohne Zustimmung des Vaters möglich. Dafür reicht es nicht, daß der Namensunterschied zwischen Mutter und Kind im Alltag bisweilen "Probleme" bereitet. Neben Unbequemlichkeiten, die mit zunehmenden Alters des Kindes mehr und mehr wegfallen dürften, steht im Vordergrund die Identifikationsfunktion des Kindes und das Band zu dem Kindesvater. Schließlich [...]

Nach oben