Familienrecht

Februar 2013

BGH: Teilungskosten im Versorgungsausgleich

Von |2016-10-17T19:05:44+00:00Februar 6th, 2013|Familienrecht|

Der Bundesgerichthof befand in seinem Beschluß vom 27.06.2012 (XII ZB 275/11), daß es § 13 VersAusglG dem Versorgungsträger erlaube, grundsätzlich die gesamten Teilungskosten auf die betroffenen Ehegatten umzulegen. Würden die Teilungskosten pauschaliert berechnet, gebühre dem Versorgungsträger die Wahl der anzuwendenden Pauschalierungsmethode. Die gerichtliche Angemessenheitsprüfung stelle nur ein Korrektiv dar, das zu einer Begrenzung der Kosten [...]

BGH: Selbstbehalt gegenüber Kindern nach Wegfall der Selbständigkeit

Von |2016-10-17T19:05:44+00:00Februar 5th, 2013|Familienrecht|

Der Bundesgerichtshof bestätigt in seinem Urteil vom 18.07.2012 (XII ZR 91/10) seine Rechtsprechung, daß es nicht zu beanstanden ist, wenn das Gericht dem auf Unterhalt in Anspruch genommenen ihm und seiner Ehefrau im Regelfall einen Familienselbstbehalt zubillige, wie ihn die Düsseldorfer Tabelle und die Unterhaltsrechtlichen Leitlinien für den Elternunterhalt vorsehen würden, wenn der unterhaltsverpflichtete Vater [...]

Januar 2013

OLG Düsseldorf: Rechtsfolgen der verweigerten Mitwirkung im Rahmen der gerichtlichen Amtsermittlung

Von |2016-10-17T19:05:45+00:00Januar 31st, 2013|Familienrecht|

Das Oberlandesgericht Düsseldorf befand in seinem Beschluß vom 02.03.2012 (1 UF 120/10), daß, auch wenn ein Verfahren wie in Familiensachen gem. § 26 FamFG die entscheidungserheblichen Tatsachen von Amts wegen zu ermitteln seien, die Verfahrensbeteiligten gem. § 27 FamFG eine Mitwirkungspflicht treffe. Diese besage, daß die Beteiligten durch Angaben von Tatsachen und Vorlage von Beweismitteln [...]

BGH: Unterhaltsbegrenzung und Präklusionswirkung im Abänderungsverfahren

Von |2016-10-17T19:05:45+00:00Januar 29th, 2013|Familienrecht|

Der Bundesgerichtshof hatte sich in seiner Entscheidung vom 23.05.2010 (XII ZR 147/10) mit dem präkludierten Einwand der Befristung auseinanderzuseten. Sei im Unterhaltsvergleich eine spätere Befristung des Unterhalts vorbehalten worden, diese jedoch in einem nach Veröffentlichung des Senatsurteils vom 12. April 2006 (XII ZR 240/03 - FamRZ 2006, 1006) verhandelten Abänderungsverfahren nicht geltend gemacht worden, so [...]

OLG Köln: Trennungsunterhalt für die Zeit nach Ablauf des Trennungsjahres

Von |2016-10-17T19:05:46+00:00Januar 27th, 2013|Familienrecht|

In dem ablehnenden Verfahrenskostenbewilligungsbeschluß des OLG Köln vom 18.10.2011 (4 UF 170/11) ging es um die Anforderungen an das Vorbringen, der Unterhaltsgläubiger sei auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufgrund seines Alters und seiner Gesundheit nicht mehr vermittelbar. In dem zugrundeliegenden Verfahren stritten die Parteien um Trennungsunterhalt für die Zeit nach Ablauf des Trennungsjahres. Die 50jährige Ehefrau, [...]

BGH: Zur Bindungswirkung eines Unterhaltsvergleichs, Erwerbsobliegenheit des Unterhaltsberechtigten, Zuordnung von Kapitaleinkünften zur Bedarfsbestimmung

Von |2016-10-17T19:05:46+00:00Januar 26th, 2013|Familienrecht|

Der Bundesgerichtshof beschäftigte sich in dem Verfahren (Urteil vom 11.07.2012; XII ZR 72/10) mit der begehrten Abänderung eines nachehelichen Unterhaltstitels. Die Parteien waren geschiedene Eheleute und stritten über die Abänderung eines Titels über nachehelichen Unterhalt. Der 1949 geborene Kläger und die 1950 geborene Beklagte hatten im Jahre 1975 die Ehe geschlossen, aus der ein im [...]

BVerfG: Zurechnung fiktiver Einkünfte bei der Unterhaltsberechnung

Von |2016-10-17T19:05:46+00:00Januar 25th, 2013|Familienrecht|

Das Bundesverfassungsgericht hat in drei Verfahren (BVerfG, Beschluß v. 18.06.2012 – 1 BvR 774/10; Beschluß v. 18.06.2012 – 1 BvR 1530/11; Beschluß v. 18.06.2012 – 1 BvR 2867/11) den Verfassungsbeschwerden von drei unterhaltspflichtigen Vätern stattgegeben, die sich gegen die Zurechnung fiktiver Einkünfte bei der Bemessung von Kindesunterhalt gewehrt hatten. Dabei beriefen sich die Väter jeweils [...]

OLG Hamm: Befangenheit eines Sachverständigen

Von |2016-10-17T19:05:46+00:00Januar 22nd, 2013|Familienrecht|

Das Oberlandesgericht Hamm setzte sich in seinem Beschluß vom 30.01.2012 (9 WF 56/11) mit dem erhobenen Vorwurf der fehlenden Unvoreingenommenheit eines Sachverständigen in einem Familienverfahren auseinander. Der mit der Feststellung zu Fragen des Entzugs der elterlichen Sorge beauftragte Sachverständige, der nach Abschluß seiner Untersuchungen das Vorliegen einer akuten Kindeswohlgefährdung festgestellt habe, welches einen Aufschub von [...]

BGH: Hemmung der Verjährung beim Zugewinnausgleich durch Stufenklage

Von |2016-10-17T19:05:47+00:00Januar 17th, 2013|Familienrecht|

Der Bundesgerichthof urteilte in seiner Entscheidung vom 24.05.2012 (IX ZR 168/11), daß die Stufenklage die Verjährung des Anspruchs auf Zugewinnausgleich auch dann hemm, wenn im Auskunftsantrag ein falscher Stichtag für das Endvermögen genannt sei. In dem zugrundeliegnden Verfahren verlangte die Klägerin von der beklagten Rechtsanwältin Schadensersatz, weil diese ihren Anspruch auf Zugewinnausgleich habe verjähren lassen. [...]

BGH: Zulässigkeit einer Beschwerde in Familienstreitsachen

Von |2016-10-17T19:05:47+00:00Januar 16th, 2013|Familienrecht|

Der Bundesgerichtshof befand in seinem Beschluß vom 23.05.2012 (XII ZB 375/12), daß wenn in einer Familienstreitsache die nach § 117 Abs. 1 Satz 1 FamFG erforderliche Beschwerdebegründung mit der Einlegung der Beschwerde beim Erstgericht verbunden werde und die Beschwerdebegründung erst nach Ablauf der Begründungsfrist des § 117 Abs. 1 Satz 3 FamFG beim Beschwerdegericht eingehe, [...]

Nach oben