Karin Schaub

Über Karin Schaub

Rechtsanwältin und Fachanwältin Karin Schaub

Oktober 2016

OLG Hamm: Radfahrer, Bahnschienen, Industriedenkmal

Von |2016-10-22T10:09:04+00:00Oktober 22nd, 2016|Verkehrsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Hinweisbeschluß vom 09.06.2016 (6 U 35/16): 1. Überquert ein Radfahrer Bahnschienen, hat er sich jedenfalls dann, wenn die Gleisanlage sich vom übrigen Straßenbelag deutlich abhebt und der Schienenverlauf gut sichtbar ist,auf die damit verbundene Gefahr, mit den Reifen in die Schienenspur zu geraten und die Lenkfähigkeit zu verlieren, einzustellen. 2. Dies gilt [...]

BGH: Amtshaftungsansprüche von Eltern wegen nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellter Kinderbetreuungsplätze

Von |2016-10-21T09:18:14+00:00Oktober 21st, 2016|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 20. Oktober 2016 (III ZR 278/15, 302/15 und 303/15), PM 185/16 Bundesgerichtshof bejaht mögliche Amtshaftungsansprüche von Eltern wegen nicht rechtzeitig zur Verfügung gestellter Kinderbetreuungsplätze – Verschulden der beklagten Kommune muss aber noch geprüft werden. Der Bundesgerichtshof hat sich heute in mehreren Entscheidungen mit der Frage befasst, ob Eltern im Wege der [...]

OVG Berlin-Brandenburg: Begriff der Berufsunfähigkeit

Von |2016-10-18T11:34:39+00:00Oktober 18th, 2016|Allgemein|

Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 29.01.2016 (12 B 23.14): Berufsunfähigkeit im Sinne des § 15 Abs. 1 der Satzung des Versorgungswerks der Zahnärztekammer Berlin liegt erst dann vor, wenn die Fähigkeit des Mitglieds "zur Ausübung der zahnärztlichen Tätigkeit" aus gesundheitlichen Gründen umfassend entfallen ist. Der satzungsrechtliche Begriff der zahnärztlichen Tätigkeit beschränkt sich weder konkret auf [...]

OLG Hamm: Dialysebehandlung, Dislokation der Dialysenadel, Risiko, Blutverlust, Sicherheitsaufklärung, Patient mit Einschränkungen, blind

Von |2016-10-13T06:33:05+00:00Oktober 13th, 2016|Arzthaftungsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 16.02.2016 (26 U 18/15): Bei der Dialyse von Patienten mit Einschränkungen können besondere Maßnahmen - wie beispielsweise die Fixierung des mit der Dialysenadel versehenen Arms - geboten sein, um eine lebensgefährdende Dislokation der Dialysenadel während der Behandlung zu verhindern. In diesem Fall ist der Patient auch darüber aufzuklären, dass es im [...]

OLG Hamm: Schmerzensgeld nach Diagnosefehler

Von |2016-10-12T07:05:33+00:00Oktober 12th, 2016|Arbeitsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 17.11.2015 (I-26 U 13/15): Ein einfacher Diagnosefehler liegt vor, wenn über einen bloßen Diagnoseirrtum hinaus die Diagnose für einen gewissenhaften Arzt bei exante-Sicht medizinisch nicht vertretbar gewesen ist. Ein grober Diagnosefehler liegt dann vor, wenn eindeutig gegen bewährte Diagnoseregeln oder gesicherte Erkenntnisse verstoßen wird und dieser Fehler aus objektiver ärztlicher Sicht [...]

OLG Hamm: Glaukom-Diagnose und Operationsmöglichkeiten

Von |2016-10-11T06:33:01+00:00Oktober 11th, 2016|Arzthaftungsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 15.01.2016 (I-26 U 48/14): Wird bei einem Patienten ein Glaukom (Grüner Star) festgestellt, hat der Augenarzt eine Operation als Behandlungsmöglichkeit zu erörtern. Unterbleibt die Indikationsstellung zur Operation, kann das als grober Behandlungsfehler zu bewerten sein. Für den Verlust der Lesefähigkeit eines Auges verbunden mit einem fortgeschrittenen Gesichtsfeldausfall kann ein Schmerzensgeld von [...]

BGH: Widerruf von Fernabsatzverträgen von Gesetzes wegen ohne Rücksicht auf die Beweggründe des Verbrauchers möglich

Von |2016-10-10T06:22:37+00:00Oktober 10th, 2016|Vertragsrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 16. März 2016 (VIII ZR 146/15) PM 57/2016: Der Bundesgerichtshof hat sich am 16.03.2016 mit der Frage befasst, unter welchen Voraussetzungen ein Verbraucher unter dem Gesichtspunkt rechtsmissbräuchlichen Verhaltens am Widerruf eines Fernabsatzvertrages gehindert ist. Der Kläger hatte bei der Beklagten über das Internet zwei Matratzen bestellt, die im Januar 2014 ausgeliefert und [...]

AG München: Tauben am Balkon

Von |2016-10-09T07:43:40+00:00Oktober 9th, 2016|Wohnungseigentumsrecht|

Amtsgericht München, Urteil vom 23.09.2015 (485 C 5977/15 WEG): Das Anlocken und Füttern von Tauben auf dem Balkon einer Eigentumswohnung ist von Gesetzes wegen verboten und führt in der Regel zu einem Unterlassungsanspruch der Eigentümergemeinschaft. Im einzelnen: Der beklagte Münchner ist Mitglied einer Wohnungseigentümergemeinschaft in 81243 München. Seine Wohnung hat einen Balkon. In § 5 [...]

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