Karin Schaub

Über Karin Schaub

Rechtsanwältin und Fachanwältin Karin Schaub

Dezember 2016

BGH: Bestimmung des Grenzwertes nach § 17 VersAusglG

Von |2016-12-23T10:50:22+00:00Dezember 23rd, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 18.05.2016 (XII ZB 649/14): Für den Grenzwert nach § 17 VersAusglG kommt es nicht auf den Gesamtwert aller betrieblichen Versorgungsanwartschaften an, sondern auf das einzelne Anrecht. Das gilt auch für verschiedene Teile oder Bausteine einer einheitlichen Versorgungszusage, wenn diese aufgrund ihrer strukturellen Unterschiedlichkeit wie selbständige Anrechte auszugleichen sind.   [...]

BGH: Rechtsmitteleinlegung mit „falscher“ Faxnummer der Justizkasse

Von |2016-12-22T09:27:14+00:00Dezember 22nd, 2016|Allgemein, Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 01.06.2016 (XII ZB 382/15): a) Wird eine an das Rechtsmittelgericht adressierte Rechtsmittelschrift versehentlich an die in einer Nebenstelle ansässige Justizkasse gefaxt, befindet sich diese Rechtsmittelschrift auch dann nicht in der Verfügungsgewalt des Gerichts, wenn die Justizkasse eine Organisationseinheit des Rechtsmittelgerichts bildet. Etwas anderes gilt nur dann, wenn durch Verwaltungsvorschriften bestimmt [...]

BGH: Berücksichtigung des ehebedingten Erwerbsnachteils

Von |2016-12-21T08:28:50+00:00Dezember 21st, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 08.06.2016 (XII ZB 84/15): Der ehebedingte Erwerbsnachteil des unterhaltsberechtigten Ehegatten begrenzt regelmäßig die Herabsetzung seines nachehelichen Unterhaltsanspruchs gemäß § 1578 b Abs. 1 BGB. Dieser Nachteil ist nicht hälftig auf beide geschiedenen Ehegatten zu verteilen, sondern in voller Höhe zugunsten des Unterhaltsberechtigten zu berücksichtigen.

BAG: Wirtschaftsausschuss im Gemeinschaftsbetrieb

Von |2016-12-15T07:23:35+00:00Dezember 15th, 2016|Arbeitsrecht|

Bundesarbeitsgericht, Beschluß vom 22.03.2016 (1 ABR 10/14): Bilden zwei Unternehmen nur einen Gemeinschaftsbetrieb, von denen lediglich eines in der Regel mehr als 100 Arbeitnehmer ständig beschäftigt und ist dieses zugleich Alleineigentümer des anderen beteiligten Unternehmens, ist der Wirtschaftsaus-schuss ausschließlich bei dem herrschenden Unternehmen zu errichten.  

BAG: Sozialplan – Betriebsänderung

Von |2016-12-14T08:37:51+00:00Dezember 14th, 2016|Arbeitsrecht|

Bundesarbeitsgericht, Beschluß vom 22.03.2016 (1 ABR 12/14): Wird in einem Betrieb ein System durchgeführt, das die Strukturierung, Vereinheitlichung und Optimierung von Arbeitsprozessen sowie deren Rationalisierung zum Ziel hat, kann das mit einer Betriebsänderung iSv. § 111 BetrVG einhergehen. Es kommt insoweit aber auf die konkreten Maßnahmen und deren betriebliche Umsetzung [...]

BAG: Auflösende Bedingung – Erwerbsminderung

Von |2016-12-13T14:20:55+00:00Dezember 13th, 2016|Arbeitsrecht|

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 23.03.2016 (7 AZR 827/13): Das Arbeitsverhältnis wird trotz Zustellung des Rentenbescheids nicht nach § 33 Abs. 2 Satz 1 TV-L beendet, wenn der Arbeitnehmer innerhalb der Frist des § 84 SGG Widerspruch gegen den Rentenbescheid einlegt und den Arbeitgeber hierüber alsbald unterrichtet, er den Rentenantrag vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach [...]

OVG Berlin-Brandenburg: Zur Nutzungsuntersagung einer Eigentumswohnung als Ferienwohnung für wechselnden Personenkreis

Von |2016-12-10T11:43:40+00:00Dezember 10th, 2016|Allgemein, Mietrecht|

Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 30.05.2016 (10 S 34.15): Die dauerhafte Nutzung einer Wohnung, für die eine Genehmigung als Wohngebäude vorliegt als Ferienwohnung für einen wechselnden Personenkreis stellt eine baugenehmigungspflichtige Nutzungsänderung dar.  

LG Frankfurt a. d. Oder: Einstweilige Verfügung nach § 940a II ZPO

Von |2016-12-09T11:40:35+00:00Dezember 9th, 2016|Allgemein|

Landgericht Frankfurt an der Oder, Urteil vom 18.04.2016 (16 S 151/15): Maßgeblicher Zeitpunkt für die Kenntniserlangung vom Besitzerwerb eines Dritten als Voraussetzung einer einstweilige Verfügung zur Räumung von Wohnraum durch Dritte gemäß § 940 a Abs. 2 ZPO ist der Schluss der mündlichen Verhandlung in erster Instanz. [wpseo_address show_state="1" show_country="1" show_phone="1" show_phone_2="0" show_fax="1" show_email="1" [...]

OLG Koblenz: Prüfungspflicht des Versicherers bei Berufsunfähigkeitsversicherung

Von |2016-12-08T09:10:59+00:00Dezember 8th, 2016|Versicherungsrecht|

Oberlandesgericht Koblenz, Urteil vom 24.02.2016 (10 U 910/15): 1. Ist der Versicherungsnehmer einer Berufsunfähigkeitsversicherung über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten hinaus ununterbrochen arbeitsunfähig erkrankt, so muss er das Bestehen einer Berufsunfähigkeit in Betracht ziehen, wenn die einschlägigen Versicherungsbedingungen die Klausel enthalten: "Ist der Versicherte sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit, [...]

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