Archiv für den Monat: Dezember 2014

Dezember 2014

BGH: Keine Haftung für psychsiche Folgen der Aufklärung

Von |2016-10-17T19:03:37+00:00Dezember 11th, 2014|Arzthaftungsrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.05.2014 (VI ZR 381/13): § 823 Abs. 1 BGB bezweckt nicht den Schutz eines sorgeberechtigen Elternteils vor den psychischen Belastungen, die damit verbunden sind, daß er von einer genetisch bedingten Erkrankung des anderen Elternteils und dem damit einhergehenden Risiko Kenntnis erlangt, daß die gemeinsamen Kin-der auch Träger der Krankheit sein könnten. Das [...]

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BGH: Invaliditätsentschädigung aus einer Unfallversicherung

Von |2016-10-17T19:03:37+00:00Dezember 10th, 2014|Versicherungsrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 19.03.2003 (IV ZR 283/02): Stellt sich die Ausschüttung von Streßhormonen im Verlauf eines Unfallgeschehens mit der Folge einer Aortendissektion als normale, unwillkürlich und automatisch ablaufende körperliche Reaktion dar, liegt keine psychische Reaktion i.S. des § 2 IV AUB 88 vor.  

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BGH: Zur teilweisen Freigabe des Erfolgshonorars

Von |2016-10-17T19:03:37+00:00Dezember 9th, 2014|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 05.06.2014 (IX ZR 137/12): Eine Vergütungsvereinbarung zwischen Rechtsanwalt und Mandant, die gegen die Formvorschriften des § 3a Abs. 1 Satz 1 und 2 RVG oder die Voraussetzungen für den Abschluß einer Erfolgshonorarvereinbarung nach § 4a Abs. 1 und 2 RVG verstößt, ist wirksam; aus ihr kann die vereinbarte Vergütung bis zur Höhe [...]

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BGH: Kein Bereicherungsanspruch des nach § 5a VVG a.F. ordnungsgemäß belehrten Versicherungsnehmers nach jahrelanger Durchführung des Lebens- versicherungsvertrages

Von |2016-10-17T19:03:37+00:00Dezember 8th, 2014|Versicherungsrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 16. Juli 2014 (IV ZR 73/13), PM: Der klagende Versicherungsnehmer begehrt Rückzahlung geleisteter Versicherungsbeiträge aus einer fondsgebundenen Lebensversicherung nach einem Widerspruch gemäß § 5a Abs. 1 Satz 1 VVG a.F. Der Versicherungsvertrag wurde 1998 nach dem in dieser (von Mitte 1994 bis Ende 2007 gültigen) Vorschrift geregelten so genannten Policenmodell geschlossen. Nach den Feststellungen des Berufungsgerichts [...]

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FG Saarland: Kosten für den Reisepaß und die Passbilder sind bei Dienstreisen als Werbungskosten abzugsfähig

Von |2016-10-17T19:03:37+00:00Dezember 7th, 2014|Allgemein|

Finanzgericht Saarland, Urteil vom (1 K 1441/12): Werbungskosten sind nach § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Hierunter fallen alle Aufwendungen, die durch die Erzielung von steuerpflichtigen Einnahmen veranlasst sind (BFH vom 17. September 2009, VI R 24/08, BStBl II 2010, 198 m.w.N.). Zu den Werbungskosten gehören gemäß § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 EStG auch Aufwendungen für Arbeitsmittel. Arbeitsmittel [...]

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BGH: Wahrscheinlichkeitsberechnung bei der DNA-Untersuchung

Von |2016-10-17T19:03:37+00:00Dezember 6th, 2014|Strafrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 05.06.2014 (4 StR 439/13): Nach dem gegenwärtig erreichten wissenschaftlichen Stand der forensischen Molekulargenetik sind zur Nachvollziehbarkeit der Wahrscheinlichkeitsberechnung bei DNA-Vergleichsuntersuchungen, die keine Besonderheiten in der forensischen Fragestellung aufweisen, im tatrichterlichen Urteil keine Ausführungen zur unabhängigen Vererblichkeit der untersuchten Merkmalsysteme erforderlich (in Fortführung zu BGHSt 58, 212).

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BFH: Tatsächlicher Zugang eines zuzustellenden Dokuments bei Verstoß gegen zwingende Zustellungsvorschriften

Von |2016-10-17T19:03:37+00:00Dezember 5th, 2014|Allgemein|

Bundesfinanzhof, Beschluß vom 06.05.2014 (GrS 2/13): Verstößt eine Ersatzzustellung durch Einlegen in den Briefkasten gegen zwingende Zustellungsvorschriften, weil der Zusteller entgegen § 180 Satz 3 ZPO auf dem Umschlag des zuzustellenden Schriftstücks das Datum der Zustellung nicht vermerkt hat, ist das zuzustellende Dokument i.S. des § 189 ZPO in dem Zeitpunkt dem Empfänger tatsächlich zugegangen, [...]

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BGH: Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechtes und Teilbereiche des Sorgerechts

Von |2016-10-17T19:03:37+00:00Dezember 4th, 2014|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 04.06.2014 (XII ZB 353/13): Der Elternteil, dem u.a. das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen worden ist, der aber noch über Teilbereiche des Sorgerechts verfügt, ist in dem von den Pflegeeltern und dem Ergänzungspfleger geführten Verfahren auf Anordnung des Verbleibs des Kindes in der Pflegefamilie nach § 1632 Abs. 4 BGB grundsätzlich zu beteiligen.

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BGH: Beschwerdebefugnis Angehöriger im Betreuungsrecht

Von |2016-10-17T19:03:37+00:00Dezember 3rd, 2014|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 07.05.2014 (XII ZB 138/13): Die Beschwerdebefugnis naher Angehöriger nach § 303 Abs. 2 Nr. 1 FamFG erstreckt sich auch auf eine betreuungsgerichtliche Entscheidung, mit der die Entlassung eines Betreuers nach § 1908 b BGB abgelehnt worden ist (Abgrenzung zu Senatsbeschluß BGHZ 132, 157 = FamRZ 1996, 607).

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BGH: Zur Berufungs- und Klagerücknahme

Von |2016-10-17T19:03:38+00:00Dezember 2nd, 2014|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 13.05.2014 (X ZR 25/13): Eine Berufung kann nur zurückgenommen werden, solange das Berufungsverfahren noch nicht beendet ist. Eine Patentnichtigkeitsklage kann auch in der Berufungsinstanz ohne Einwilligung des Beklagten zurückgenommen werden (Bestätigung von BGH, Beschluß vom 22. Juni 1993 - X ZR 25/86, GRUR 1993, 895 - Hartschaumplatten). Eine Klagerücknahme durch die Hauptpartei [...]

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