Familienrecht

Juni 2015

BGH: Beistand durch das Jugendamt

Von |2016-10-17T19:03:16+00:00Juni 16th, 2015|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 29.10.2014 (XII ZB 250/14): Auch bei getrenntlebenden, verheirateten und gemeinsam sorgeberechtigten Eltern ist eine Vertretung des Kindes durch das Jugendamt als Beistand zur gerichtlichen Geltendmachung von Kindesunterhalt zulässig.

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BGH: Anspruch des Kindes auf Auskunft über Identität des anonymen Samenspenders

Von |2016-10-17T19:03:16+00:00Juni 14th, 2015|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 28. Januar 2015 (XII ZR 201/13), Pressemitteilung 14/15: Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass ein Kind, das durch eine künstliche heterologe Insemination gezeugt wurde, grundsätzlich von der Reproduktionsklinik Auskunft über die Identität des anonymen Samenspenders verlangen kann. Ein bestimmtes Mindestalter des Kindes ist dafür nicht erforderlich. Machen die Eltern den Anspruch als gesetzliche [...]

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OLG Düsseldorf: Verfahrenswert in Sorge- und Umgangssachen

Von |2016-10-17T19:03:18+00:00Juni 1st, 2015|Familienrecht|

Oberlandesgericht Düsseldorf, Beschluß vom 19.09.2014, (II-8 WF 105/14) Eine Erhöhung des als Festbetrag vorgegebenen Verfahrenswertes in Sorge- und Umgangssachen nach § 45 Abs. 3 FamGKG ist nur geboten, wenn der Arbeitsaufwand des Gerichts und der Verfahrensbevollmächtigten aufgrund besonderer Um-stände – beispielsweise wegen des besonderen Umfangs oder der besonderen Schwierigkeit der Sache – so stark von [...]

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Mai 2015

OLG Hamm: Wert bei Abänderung von statischem auf dynamischen Unterhaltstitel

Von |2016-10-17T19:03:18+00:00Mai 31st, 2015|Familienrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Beschluß vom 17.10.2014 (2 WF 184/14): Verfolgt der Antragsteller in einem Abänderungsverfahren das Begehren, den Antragsgegner zur Zahlung von 100 % des Mindestunterhalts zu verpflichten, nachdem dieser vor Verfahrenseinleitung bereits eine Jugendamtsurkunde in statischer Form über den aktuell geschuldeten Unterhaltsbetrag hat errichten lassen, richtet sich der Verfahrenswert nach dem Interesse des Antragstellers, anstelle [...]

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OLG Karlsruhe: Verfahrenskostenhilfe bei Vaterschaftsanfechtungsverfahren

Von |2016-10-17T19:03:19+00:00Mai 30th, 2015|Familienrecht|

Oberlandesgericht Karlsruhe, Beschluß vom 17.10.2014 (2 WF 184/14): In einem Vaterschaftsanfechtungsverfahren ist dem Beteiligten, der nicht Antragsteller ist (hier: die Mutter), im Rahmen der Verfahrenskostenhilfe nicht stets ein Rechtsanwalt beizuordnen. Die Beiordnung eines Rechtsanwalts nach § 78 Abs. 2 FamFG hängt vielmehr von den Umständen des Einzelfalls ab.

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OLG Köln: Schulverweigerung

Von |2016-10-17T19:03:20+00:00Mai 29th, 2015|Familienrecht|

Oberlandesgericht Köln, Beschluß vom 02.12.2014 (4 UF 97/13): Die Einhaltung der Schulpflicht dient nicht allein öffentlichen Interessen, sondern auch dem Kindeswohl, weil dem Kind durch den Schulbesuch das Erlernen bestimmter sozialer Kompetenzen, aber auch der Erwerb formaler Bildungsabschlüsse ermöglicht wird, von dem künftige Lebenschancen abhängen. Von daher steht die Absicht der Kindeseltern, in ein Land [...]

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BGH: Keine Befreiung vom Barunterhalt bei Wechselmodell

Von |2016-10-17T19:03:20+00:00Mai 28th, 2015|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 05.11.2014 (XII ZB 599/13): a) Die im Rahmen eines Wechselmodells von einem Elternteil geleistete Kinderbetreuung kann nicht zur Befreiung von seiner Barunterhaltspflicht führen. b) Im Fall des Wechselmodells haben beide Elternteile für den Barunterhalt einzustehen. Der Unterhaltsbedarf bemisst sich nach dem beiderseitigen Einkommen der Eltern und umfasst außerdem die infolge des Wechselmodells [...]

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BGH: Substantiiertes Bestreiten einer schlüssig behaupteten Vermögensminderung

Von |2016-10-17T19:03:20+00:00Mai 27th, 2015|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 12.11.2014 (XII ZB 469/13): Im Rahmen des Zugewinnausgleichs trifft die Ehegatten grundsätzlich die Obliegenheit, eine schlüssig behauptete illoyale Vermögensminderung substantiiert zu bestreiten. Unterbleibt dies, sind die behaupteten Tatsachen als zugestanden anzusehen (im Anschluss an Senatsurteil vom 23. April 1986 - IVb ZR 2/85 - NJW-RR 1986, 1325).

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BGH: Abänderung einer ehevertraglich vereinbarten lebenslangen Unterhaltspflicht

Von |2015-05-24T09:39:58+00:00Mai 24th, 2015|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Urtei vom 18.02.2015 (Bundesgerichtshof Urteil vom 18.02.2015): a) Haben die Parteien in einem Ehevertrag eine lebenslange Unterhaltsverpflich-tung vereinbart, und hat sich die Rechtslage danach geändert (Möglichkeit der Befristung), bleibt es dem Unterhaltspflichtigen im Zweifel unbenommen, sich auf eine Störung der Geschäftsgrundlage zu berufen (im Anschluss an Senatsurteil vom 25. Januar 2012 - XII ZR [...]

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