Karin Schaub

Über Karin Schaub

Rechtsanwältin und Fachanwältin Karin Schaub

April 2016

OLG Hamm: Fahrverbot, Parallelvollstreckung, Mischfälle

Von |2016-04-26T06:41:14+00:00April 26th, 2016|Verkehrsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Beschluß vom 08.10.2015 (3 RBs 254/15): § 25 Abs. 2a Satz 2 StVG ist auch auf sogenannte "Mischfälle" anzuwenden, bei denen ein unter Gewährung der 4-Monatsfrist des § 25 Abs. 2a Satz 1 StVG verhängtes Fahrverbot mit einem weiteren Fahrverbot ohne einen solchen Vollstreckungsaufschub zusammentrifft, so dass eine ansonsten grundsätzlich zulässige Parallelvollstreckung der [...]

BGH: Kein subjektives Recht auf Akteneinsicht in Pkh-Unterlagen des Gegners

Von |2016-04-25T06:22:16+00:00April 25th, 2016|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 29.04.2015 (XII ZB 214/14): § 117 Abs. 2 Satz 2 ZPO gewährt dem Gegner eines Antrags auf Prozess- oder Verfahrenskostenhilfe kein subjektives Recht auf Akteneinsicht in die Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Antragstellers. (...): (1) Wie der Bundesgerichtshof bereits entschieden hat, hat der Gegner des Antragstellers im Prozesskostenhilfeverfahren kein [...]

OLG Hamm: Hauptverhandlung, Nichterscheinen, Entschuldigung, berufliche Gründe

Von |2016-04-24T11:00:13+00:00April 24th, 2016|Verkehrsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Beschluß vom 04.11.2015 (1 RBs 162/15): Die öffentlich-rechtliche Verpflichtung, zu einem bestimmten Zeitpunkt vor Gericht zu erscheinen, geht der Wahrnehmung privater Angelegenheiten, zu denen auch die Berufsausübung gehört, grundsätzlich vor. Anders ist die Situation nur dann, wenn berufliche Belange unaufschiebbar und von so großem Gewicht sind, dass deren Zurückstellung für den Betroffenen mit [...]

OLG Hamm: Verletzung der Speiseröhre bei einer Operation an der Halswirbelsäule

Von |2016-04-20T06:35:47+00:00April 20th, 2016|Arzthaftungsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 23.10.2015 (26 U 182/13): Kommt es bei einer Operation an der Halswirbelsäule zu einer Verletzung der Speiseröhre, so kann aus der Art der Verletzung auf einen Behandlungsfehler geschlossen werden. Es kann sich der Rückschluss ergeben, dass die Präparation nicht regelrecht erfolgt ist und die Verletzung verursacht hat. Eine solche Schlussfolgerung ist [...]

OLG Hamm: Ausschluß eines Melanomverdachts

Von |2016-04-19T10:41:05+00:00April 19th, 2016|Arzthaftungsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 27.10.2015 (26 U 63/15): Bei dermatologischen Auffälligkeiten muss ein bösartiger Befund differenzialdiagnostisch ausgeschlossen werden. Die histologische Entnahme einer Probe muss durch einen Arzt durchgeführt und darf nicht dem Patienten selbst überlassen werden. Bei einem Melanomverdacht ist der Patient deutlich auf die Notwendigkeit der Wiedervorstellung zum Ausschluß des Verdachts hinzuweisen. Eine fehlerhafte [...]

BFH: Zum Verhältnis von Feststellungsbescheid (§ 251 Abs. 3 AO) und Insolvenzfeststellungsklage und zum Feststellungsinteresse bei der Insolvenzfeststellungsklage

Von |2016-04-18T06:15:13+00:00April 18th, 2016|Allgemein|

Bundesfinanzhof, Urteil vom 18.08.2015 (V R 39/14): 1. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Steuerschuldners ist die Feststellung der vor Insolvenzeröffnung mit Einspruch und Klage angefochtenen und im Prüfungstermin vom Insolvenzverwalter bestrittenen Steuerforderung durch das FA nicht mit Feststellungsbescheid nach § 251 Abs. 3 AO, sondern nur durch Aufnahme des unterbrochenen Klageverfahrens zu [...]

BGH: Mindestmaß an Substantiierung

Von |2016-04-17T12:26:32+00:00April 17th, 2016|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 10.11.2015 (VI ZB 11/15): Das geforderte minimale Maß an Substantiierung hinsichtlich der gemäß § 487 Nr. 2 ZPO zu bezeichnenden Beweistatsachen ist jedenfalls dann nicht erreicht, wenn der Antragsteller in lediglich formelhafter und pauschaler Weise Tatsachenbehauptungen aufstellt, ohne diese zu dem zugrunde liegenden Sachverhalt in Beziehung zu setzen.

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