Verkehrsrecht

April 2016

März 2016

OLG Sachsen-Anhalt: Kfz-Kaskoversicherung: Nichtigkeit eines Versicherungsvertrages wegen erloschener Betriebserlaubnis eines umgebauten Motorrads; Rücktritt des Versicherers bei Falschangaben zur Leistungsfähigkeit eines Kraftrads

Von |2016-03-17T07:24:03+00:00März 17th, 2016|Verkehrsrecht, Versicherungsrecht|

Oberlandesgericht des Landes Sachsen-Anhalt 4. Zivilsenat, Urteil vom 23.10.2014 (4 U 69/13): Der Kraftfahrtversicherungsvertrag verstößt, da das konkret versicherte Motorrad bereits zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses wegen der gemäß § 19 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 StVZO durch den Rückbau zur Moto-Cross-Maschine erloschenen Betriebserlaubnis gemäß § 16 Abs. 1 StVZO nicht zum Verkehr auf öffentlichen [...]

OLG Frankfurt: Leistungsfreiheit des Versicherers wegen Herbeiführen des Versicherungsfalls durch Alkoholmissbrauch – Nachtrunk als Obliegenheitspflichtverletzung

Von |2016-03-14T15:20:11+00:00März 14th, 2016|Verkehrsrecht, Versicherungsrecht|

Oberlandesgericht Frankfurt am Main, Urteil vom 24.07.2014, (3 U 66/13): Hat ein Versicherungsnehmer seine Obliegenheiten sowohl vor dem Versicherungsfall (hier: Fahren in absolut fahruntüchtigem Zustand infolge Trunkenheit) als auch nach dem Versicherungsfall verletzt (hier: Nachtrunk), ist der Versicherer in doppelter Hinsicht leistungsfrei und kann den gesamten eingeklagten Betrag (hier: 7.500 Euro) vom Versicherungsnehmer im Wege [...]

BGH: Haftung bei Rückwärtsausparken zweier Pkw

Von |2016-03-12T11:27:45+00:00März 12th, 2016|Verkehrsrecht|

Bundesgerichtshof, Teilanerkenntnis- und Urteil vom 15.12.2015 (VI ZR 6/15): Die für die Anwendung eines Anscheinsbeweises gegen einen Rückwärtsfahrenden erforderliche Typizität des Geschehensablaufs liegt regelmäßig nicht vor, wenn beim rückwärtigen Ausparken von zwei Fahrzeugen aus Parkbuchten eines Parkplatzes zwar feststeht, dass vor der Kollision ein Fahrzeugführer rückwärts gefahren ist, aber nicht ausgeschlossen werden kann, dass ein [...]

Februar 2016

BGH: Sittenwidrigkeit eines Kaufvertrags über den Erwerb eines Radarwarngeräts

Von |2016-02-20T11:02:26+00:00Februar 20th, 2016|Verkehrsrecht, Vertragsrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.02.2005 (VIII ZR 129/04), PM 31/2005: Der unter anderem für das Kaufrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute am 23.02.2005, daß dem Käufer eines Radarwarngeräts kein Anspruch auf Rückabwicklung des wegen Sittenwidrigkeit nichtigen Kaufvertrages zusteht. Die Klägerin erwarb von der Beklagten ein Radarwarngerät mit einer Basis-Codierung für Deutschland. Sie verlangte die [...]

AG München: Cannabis im Blut – Anordnung der Blutprobe durch Polizeibeamte

Von |2016-02-15T08:07:16+00:00Februar 15th, 2016|Verkehrsrecht|

Amtsgerichts München, Urteil vom 14. 04.2015 (953 OWi 434 Js 211506/14), Pressemitteilung 65/15: Am 14.04.2015 wurde ein 24-jähriger Münchner vom Amtsgericht München wegen einer Ordnungswidrigkeit des fahrlässigen Führens eines Kraftfahrzeugs unter der Wirkung eines berauschenden Mittels zu einer Geldbuße von 500 Euro und einem Monat Fahrverbot verurteilt. Der Münchner fuhr an einem Donnerstag im Juni [...]

Januar 2016

AG Mannheim: Zum Regress wegen Gefahrerhöhung bei Sommerreifen im Winter

Von |2016-01-24T12:46:43+00:00Januar 24th, 2016|Verkehrsrecht, Versicherungsrecht|

Amtsgericht Mannheim, Urteil vom 22.05.2015 (3 C 308/14): 1. Eine Gefahrerhöhung i.S.d. § 23 Abs. 1 VVG durch den Betrieb eines nur mit Sommerreifen bestückten PKW liegt nur vor, wenn bei durchgehend herrschenden winterlichen Straßenverhältnissen der PKW längerfristig oder für längere Fahrten benutzt wird. 2. Die Verpflichtung, Winterreifen zu benutzen, orientiert sich an dem konkreten [...]

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