Sozialrecht

Oktober 2015

LSG Mainz: Zum Ende des Bezugs von Krankengeld u. AU-Bescheinigung

Von |2015-10-07T08:31:20+00:00Oktober 7th, 2015|Sozialrecht|

Landessozialgericht Mainz, Urteil vom 16.04.2015 (L 5 KR 254/14) Bescheinigt der Arzt Arbeitsunfähigkeit ohne Angabe eines Endzeitpunkts bis auf Weiteres, so lässt sich der Angabe eines Wiedervorstellungstermins nicht entnehmen, dass die Dauer der Arbeits-unfähigkeit bis zu diesem Termin beschränkt sein soll.

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BSG: Versicherungspflicht bei Geschäftsführer einer Familien-GmbH

Von |2015-10-07T08:41:08+00:00Oktober 2nd, 2015|Sozialrecht|

Bundessozialgericht, Urteil vom 29.07.2015 (B 12 R 1/15 R): Bei einem GmbH-Geschäftsführer ohne Beteiligung an der Gesellschaft ist regelmäßig von Beschäftigung auszugehen, auch wenn ihm ‑ wie vorliegend ‑ bei der Unternehmensführung faktisch weitreichende Befugnisse zukommen und er im Alltagsgeschäft keinen Weisungen unterliegt. Mangels einer Beteiligung an der GmbH ‑ also der Klägerin ‑ war der Beigeladene zu 1. auch [...]

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BSG: Sozialgerichtliches Verfahren – Nichtzulassungsbeschwerde – Klage eines Miterben auf Zahlung von zum Nachlass gehörendem Pflegegeld zugunsten der Erbengemeinschaft ohne Beiladung der anderen Miterben – Streitwert – Sachaufklärungspflicht

Von |2015-10-07T08:42:27+00:00Oktober 2nd, 2015|Sozialrecht|

Bundessozialgericht, Beschluß vom 25.02.2015 (B 3 P 15/14 B): 1. Ein Miterbe kann einen zum Nachlass gehörenden Anspruch auf Zahlung von Pflegegeld ohne Mitwirkung der anderen Miterben für die Erbengemeinschaft einklagen. Zu dem Rechtsstreit sind die anderen Miterben auch nicht notwendig beizuladen. 2. Der Streitwert bemisst sich nicht nach dem Erbteil des klagenden Miterben, sondern [...]

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August 2015

BSG: Überlanges Gerichtsverfahren – unangemessene Verfahrensdauer – richterlicher Überprüfungsmaßstab des Entschädigungsgerichts – Kontrolldichte des Revisionsgerichts – Zwölfmonatsregel – Vorbereitungs- und Bedenkzeit von bis zu 12 Monaten pro Gerichtsinstanz – Verwaltungs- und Widerspruchsverfahren kein Teil des Gerichtsverfahrens – richterliche Grundpflicht zur stringenten und beschleunigten Verfahrensgestaltung – gleichzeitige Aktenanforderung – eigenes Prozessverhalten des Entschädigungsklägers – umfangreiches und nicht sachdienliches Vorbringen – Verzögerung durch zulässiges Prozessverhalten – Prozesszinsen ab Rechtshängigkeit – sozialgerichtliches Verfahren – Anforderungen an die Revisionsbegründung – Übertragung der Prozessvertretung des beklagten Landes auf die LSG-Präsidentin – Zurückverweisung

Von |2016-10-17T19:03:03+00:00August 26th, 2015|Sozialrecht|

Bundessozialgericht, Urteil vom 03.09.2014 (B 10 ÜG 12/13 R): 1. Das Verwaltungs- und Widerspruchsverfahren ist nicht Teil des Gerichtsverfahrens iS des Gesetzes über den Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren (Anschluss an BVerwG vom 11.7.2013 - 5 C 23.12 D = BVerwGE 147, 146). 2. Von der Gesamtverfahrensdauer ist eine angemessene Vorbereitungs- und Bedenkzeit des Gerichts in [...]

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Juli 2015

BSG: Unfallversicherungsschutz für Studierende während des Hochschulsports auch beim Skikurs im Ausland und auch bei Hochschulmeisterschaften

Von |2016-10-17T19:03:09+00:00Juli 22nd, 2015|Sozialrecht|

Bundessozialgericht, Pressemitteilung: Studentinnen und Studenten an Hochschulen stehen grundsätzlich auch dann unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung, wenn sie an einem von der Universität als Hochschulsport angebotenen Skikurs im Ausland teilnehmen. Auch während der Teilnahme mit der Universitätsmannschaft an einer Hochschulmeisterschaft besteht Unfallversicherungsschutz in der gesetzlichen Unfallversicherung. Die gesetzlichen Aufgaben der Hochschulen erstrecken sich neben [...]

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BSG: Zur Abgrenzung zwischen Arbeitnehmern und Selbstständigen

Von |2016-10-17T19:03:09+00:00Juli 21st, 2015|Sozialrecht|

Bundessozialgericht, Urteil vom 17.12.2014 (B 12 KR 13/13 R), Terminbericht: Die Revision der Klägerin war nur iS der Aufhebung des LSG-Urteils und Zurückverweisung der Sache an das Berufungsgericht zur erneuten Verhandlung und Entscheidung begründet. Zwar hat das LSG zu Recht angenommen, dass die Beklagte als Rentenversicherungsträger gemäß § 28p Abs 1 S 5 SGB IV berechtigt war, nicht nur [...]

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BSG: Hinterbliebenenrente in der gesetzlichen Unfallversicherung für Ehefrau bei gerechtfertigtem Behandlungsabbruch für seit Jahren im Wachkoma liegenden Ehemann

Von |2016-10-17T19:03:09+00:00Juli 20th, 2015|Sozialrecht|

Bundessozialgericht, Urteil vom 04.12.2014 (B 2 U 18/13 R), PM: Hinterbliebene, die einen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gerechtfertigten Behandlungsabbruch vornehmen, können eine Hinterbliebenenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung beanspruchen. Der 2. Senat des Bundessozialgerichts hat am 4. Dezember 2014 zugunsten einer Ehefrau entschieden, die bei ihrem seit Jahren im Wachkoma liegenden Ehemann die Magensonde entfernt hatte. [...]

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BSG: Kostenfestsetzungs- Erinnerungsverfahren

Von |2016-10-17T19:03:11+00:00Juli 17th, 2015|Sozialrecht|

Bundessozialgericht, Urteil vom 10.07.2014 (B 10 ÜG 8/13 R): Das sozialgerichtliche Kostenfestsetzungs- und Erinnerungsverfahren ist ein eigenständiges Gerichtsverfahren im Sinne des Gesetzes über den Rechtsschutz bei überlangen Gerichtsverfahren.

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Mai 2015

LSG Hessen: Rente wegen Todes – Witwenrente – widerlegbare Vermutung – Versorgungsehe – kurze Ehedauer – Versorgungsabsicht -unheilbare Erkrankung

Von |2016-10-17T19:03:20+00:00Mai 23rd, 2015|Sozialrecht|

Landessozialgericht Hessen Urteil vom 16.09.2014 (L 2 R 140/13): 1. Zu den Voraussetzungen der Widerlegung der gesetzlichen Vermutung des § 46 Abs. 2a SGB VI bei Vorliegen einer schweren, offenkundig lebensbedrohliche Erkrankung mit ungünstiger Verlaufsprognose (Meningeosis carcinomatosa). 2) Unbeachtlich ist, dass der Kläger und die Versicherte auf eine Lebensdauer von mehr als einem Jahr gehofft [...]

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