Familienrecht

Juni 2014

OLG Hamm: Illoyale Einwirkung auf das Versorgungsvermögen durch Ausübung eines Kapitalwahlrechts

Von |2014-06-08T08:41:44+00:00Juni 8th, 2014|Familienrecht|

Oberlandesgericht Hamm, (14 UF 107/13), Beschluß vom 14.11.2013: Die betriebliche Altersversorgung des geschäftsführenden Mehrheitsgesellschafters einer GmbH fällt nicht unter das Betriebsrentengesetz und ist daher nicht gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 VersAusglG unabhängig von der Leistungsform auszugleichen. Wird eine solche Altersversorgung durch Ausübung einer Kapitalwahlmöglichkeit dem Versorgungsausgleich entzogen und fällt sie infolge ehevertraglicher Gütertrennung [...]

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BGH: Zur Haftung des Jugendamtes bei Ausübung einer unterhaltsrechtlichen Beistandschaft

Von |2014-06-07T15:35:55+00:00Juni 7th, 2014|Familienrecht|

Bundesgerichthof, (XII ZR 157/12), , Urteil vom 04.12.2013: Da dem Jugendamt gemäß § 1712 Abs. 1 Nr. 2 BGB die Aufgabe zugewiesen ist, im Rahmen der Beistandschaft Unterhaltsansprüche für minderjährige Kinder geltend zu machen, können diese darauf vertrauen, daß das Jugendamt diese Aufgabe fachkundig erledigt. Grundsätzlich obliegt es der Behörde, durch geeignete organisatorische Maßnahmen sicherzustellen, [...]

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OLG Hamm: Keine Informationspflicht der Rentenversicherung bei einer durch Scheidung gekürzten Pension

Von |2014-06-06T08:37:05+00:00Juni 6th, 2014|Familienrecht|

Oberlandesgericht Hamm, (11 U 33/13), Urteil vom 27.11.2013, PM: Die Rentenversicherung ist jedenfalls nicht verpflichtet, einen geschiedenen Pensionär auf den vor dem 01.09.2009 eingetretenen Tod der rentenversicherten Ehefrau hinzuweisen, damit der Pensionär den Wegfall der durch den Versorgungsausgleich bewirkten Pensionskürzung beantragen kann. Die Rechtsfrage, ob die Rentenversicherung zur Information eines ausgleichpflichtigen Nichtmitgliedes oder dessen Versorgungsträger [...]

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OLG Hamm: Kein Ausschluß in England belegenen Immobilienvermögens vom Zugewinnausgleich gemäß Art. 3a Abs. 2 EGBGB

Von |2015-10-07T15:09:17+00:00Juni 4th, 2014|Familienrecht|

Oberlandesgericht Hamm, (14 UF 96/13), Beschluß vom 27.11.2013: Der Ag. nimmt die rechtskräftig von ihm geschiedene Ast. im Rahmen eines Stufen(-wider-)antrages auf Auskunft und Zugewinnausgleich in Anspruch. Durch den angefochtenen Teilanerkenntnis- und Teilbeschluss hat das FamG den Auskunftsantrag bezüglich einer in London gelegenen Immobilie (bzw. bezüglich Rechtspositionen der Ast. an der Immobilie) abgewiesen, weil diese [...]

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OLG Hamm: Nutzungsentgeltpflicht, Trennung, gemeinschaftliche Immobilie, Ehegatte, Alternative „Zahlung oder Auszug“

Von |2014-06-03T07:30:46+00:00Juni 3rd, 2014|Familienrecht|

Oberlandesgericht Hamm, (14 UF 166/13), Beschluß vom 6.12.2013: Nutzungsentgeltpflicht des bei Trennung in der gemeinschaftlichen Immobilie verbleibenden Ehegatten erst nach eindeutigem Verlangen einer Verwaltungs- und Benutzungsregelung i.S.v. § 745 Abs. 2 BGB, welches ihn vor die Alternative "Zahlung oder Auszug" stellen muß (Anschluß an OLG Braunschweig FamRZ 1996, 548; OLG Brandenburg FamRZ 2001, 1713; OLG [...]

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Schleswig-Holsteinisches OLG: Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Finanzierung des gemeinsamen Hauserwerbs allein durch einen Ehepartner

Von |2015-10-06T16:03:49+00:00Juni 2nd, 2014|Familienrecht|

Schleswig-Holsteinisches OLG, (3 U 29/13), Urteil vom 10.12.2013: 1. Der gemeinsame Kauf eines Grundstücks zu Miteigentum der Eheleute und dessen Bebauung mit dem Familienwohnhaus kann sich als unbenannte Zuwendung des alleinverdienenden Ehepartners an den anderen darstellen, wenn Kaufpreis und Finanzierungsraten allein von dem Alleinverdienenden aufgebracht werden. In einem solchen Fall ist die hälftige Beteiligung an [...]

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BGH: Gemischte Schenkung beim Zugewinnausgleich

Von |2014-06-01T10:47:09+00:00Juni 1st, 2014|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, (XII ZB 434/12), Beschluß vom 6.11.2013: a) Besteht bei einem Zuwendungsgeschäft zwischen Leistung und Gegenleistung ein objektives, über ein geringes Maß deutlich hinausgehendes Mißverhältnis, besteht eine tatsächliche Vermutung für das Vorliegen einer gemischten Schenkung; diese Vermutung gilt aber nur zugunsten Dritter, deren schutzwürdige Interessen durch das Vorliegen einer gemischten Schenkung tangiert würden, nicht dagegen [...]

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Mai 2014

BGH: Keine Einbeziehung des Goodwill (nur Substanzwert) im Zugewinnausgleich

Von |2014-05-31T12:36:35+00:00Mai 31st, 2014|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, (XII ZB 534/12), Beschluß vom 04.12.2013: Bei einer von einem Ehegatten als selbständigem Handelsvertreter am Bewertungsstichtag noch betriebenen Versicherungsagentur sind grundsätzlich weder ein über den Substanzwert hinausgehender Goodwill der Agentur noch ein künftiger Ausgleichsanspruch nach § 89 b HGB in den Zugewinnausgleich einzubeziehen (Fortführung von BGHZ 68, 163 = FamRZ 1977, 386).

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BVerfG: Regelungen zur behördlichen Vaterschaftsanfechtung sind nichtig

Von |2016-10-17T19:04:14+00:00Mai 30th, 2014|Familienrecht|

Bundesverfassungsgericht, Beschluß vom 17.12.2013 (1 BvL 6/10; PM vom 30.01.2014): Die Regelung der behördlichen Vaterschaftsanfechtung (§ 1600 Abs. 1 Nr. 5 BGB) ist als absolut verbotene Entziehung der Staatsangehörigkeit anzusehen (Art. 16 Abs. 1 Satz 1 GG), weil der mit der Behördenanfechtung verbundene Wegfall der Staatsangehörigkeit durch die Betroffenen teils gar nicht, teils nicht in zumutbarer Weise [...]

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BGH: Familiensache: Statthaftigkeit der zulassungsfreien Rechtsbeschwerde gegen die Verwerfung der gegen die im Verbund ergangene Entscheidung zum Versorgungsausgleich eingelegten Beschwerde)

Von |2016-10-17T19:04:16+00:00Mai 25th, 2014|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 13.11.2013 (XII ZB 414/13): Entscheidet das Amtsgericht im Scheidungsverbund über eine Familiensache der freiwilligen Gerichtsbarkeit (hier: Versorgungsausgleich) und verwirft das Beschwerdegericht die dagegen gerichtete Beschwerde wegen Versäumung der Beschwerdefrist als unzulässig, findet gegen den Verwerfungsbeschluss keine zulassungsfreie Rechtsbeschwerde statt.

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