Arzthaftungsrecht

Oktober 2014

OLG Hamm: Grober Behandlungsfehler; „Golden Standard“

Von |2016-10-17T19:03:45+00:00Oktober 11th, 2014|Arzthaftungsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 25.02.2014 (26 U 157/12): Wendet ein Arzt nicht die Therapie der 1. Wahl, den sogen. "Golden Standard", sondern die Therapie der 2. Wahl an, so liegt darin ein Behandlungsfehler. Verläßt der Arzt den sogen. "Golden Standard" ohne den Patienten hierauf hinzuweisen, so handelt er jedenfalls dann grob fehlerhaft, wenn der Patient [...]

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September 2014

OLG Karlsruhe: Umfang der Aufklärungspflicht bei Ligatur und Sklerosierung von Hämorrhoidalknoten bei einer sich anschließender Sepsis

Von |2016-10-17T19:03:52+00:00September 12th, 2014|Arzthaftungsrecht|

Oberlandesgericht Karlsruhe, Urteil vom 09.04.2014 (7 U 124/12): Die Eingriffs- und Risikoaufklärung dient der Selbstbestimmung des Patienten. Sie soll ihm das Wissen vermitteln, das er braucht, um sich eigenverantwortlich für oder gegen den ihm angeratenen Eingriff zu entscheiden (vgl. etwa BGH, NJW 1990, 2929, 2930). Dazu muß er nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. etwa [...]

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OLG Hamm: Schultereckgelenksprengung, intraoperative Bildgebung, operative Versorgung, grober Befunderhebungsfehler, Beweislastumkehr

Von |2016-10-17T19:03:52+00:00September 11th, 2014|Arzthaftungsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 18.02.2014 (26 U 152/13): Die operative Versorgung einer Schultereckgelenksprengung ist grob behandlungsfehlerhaft, wenn die Bohrung für die einzubringende Schraube zu nahe am Gelenk liegt und der Operateur diesen Umstand nicht erkennt, weil er die gebotene intraoperative Bildgebung zur Überprüfung der Bohrung unterläßt.

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August 2014

BGH: Haftung des Krankenhausträgers bei Befunderhebungsfehlern des Konsiliararztes

Von |2016-10-17T19:03:57+00:00August 22nd, 2014|Arzthaftungsrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 21.01.2014 (VI ZR 78/13): a) Die ärztliche Heilbehandlung erfolgt regelmäßig nicht in Ausübung eines öffentlichen Amts; eine Amtshaftung kommt in Betracht, wenn der Arzt eine dem Hoheitsträger selbst obliegende Aufgabe erledigt und ihm insoweit ein öffentliches Amt anvertraut ist. Ein Arzt übt nicht deshalb ein öffentliches Amt aus, weil sein Patient im [...]

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Juli 2014

OLG Hamm: Hygienefehler – MRSA-Keim

Von |2016-10-17T19:04:06+00:00Juli 9th, 2014|Arzthaftungsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom (26 U 62/12): Einem Patienten steht ein Schmerzensgeld in Höhe von 40.000 Euro zu, nachdem er sich im Krankenhaus mit MRSA-Keimen (multiresistenten Staphylokokken) infiziert hat, weil ein Krankenpflegeschüler beim Abmachen einer Infusionskanüle Hygienevorschriften verletzt hat.

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BGH: bestätigt Verurteilung eines Substitutionsarztes wegen unerlaubten Verschreibens von Betäubungsmitteln im Rahmen von Substitutionstherapien

Von |2016-10-17T19:04:08+00:00Juli 7th, 2014|Arzthaftungsrecht, Strafrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 28. Januar 2014 (1 StR 494/13), PM: Das Landgericht Deggendorf hat den angeklagten Arzt wegen unerlaubten Verschreibens von Betäubungsmitteln in 125 Fällen zu einer Gesamtgeldstrafe von 360 Tagessätzen verurteilt und ein Berufsverbot für die Dauer von fünf Jahren ausgesprochen, als Arzt drogenabhängige Patienten zu substituieren. Für den Tod eines seiner an einer [...]

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April 2014

BGH: Selbständiges Beweisverfahren: Rechtliches Interesse an einer vorprozessualen Klärung der haftungsrechtlich maßgeblichen Gründe für einen Gesundheitsschaden

Von |2016-10-17T19:04:23+00:00April 22nd, 2014|Arzthaftungsrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 24.09.2013 (VI ZB 12/13): Ein rechtliches Interesse an einer vorprozessualen Klärung der haftungsrechtlich maßgeblichen Gründe für einen Gesundheitsschaden durch einen Sachverständigen kann im selbständigen Beweisverfahren auch dann gegeben sein, wenn zwar die Feststellung der Vermeidung eines Rechtsstreits dienen kann, jedoch für eine abschließende Klärung weitere Aufklärungen erforderlich erscheinen.

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März 2014

OLG Karlsruhe: Klage wegen Aufklärungsdelegation an Studentin

Von |2016-10-17T19:04:29+00:00März 12th, 2014|Arzthaftungsrecht|

Oberlandesgericht Karlsruhe, Urteil vom 29. Januar 2014 ( 7 U 163/12): Die ärztliche Aufgabe der Eingriffs- und Risikoaufklärung kann einem Medizinstudenten im praktischen Jahr übertragen werden, wenn sie seinem Ausbildungsstand entspricht und unter Anleitung, Aufsicht und Verantwortung des ausbildenden Arztes stattfindet. Dies setzt nicht unbedingt voraus, dass der Arzt bei jedem Aufklärungsgespräch anwesend ist.

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Februar 2014

OLG Hamm: Knieverletzung, Thrombose, Thromboseprophylaxe, Lungenembolie

Von |2016-10-17T19:04:35+00:00Februar 4th, 2014|Arzthaftungsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 18.10.2013 (26 U 119/12): Eine durch Knieverletzungen infolge eines Skiunfalls bei einer 64jährigen Patientin ausgelöste Thrombose kann zu einer Lungenembolie führen, an deren Folge die Patientin verstirbt, ohne daß dem Orthopäden, der die Patientin 2 Tage vor der Lungenembolie behandelt, eine unzureichende Thromboseprophylaxe vorgeworfen werden kann.  

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Mai 2013

BGH: Zur Darlegungs- und Beweislast des Arztes nach den Grundsätzen voll beherrschbarer Risiken

Von |2016-10-17T19:05:27+00:00Mai 4th, 2013|Arzthaftungsrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.03.2007 (VI ZR 158/06): Zur Darlegungs- und Beweislast des Arztes nach den Grundsätzen voll beherrschbarer Risiken bei einem Spritzenabszess des Patienten infolge einer Infektion durcheine als Keimträger feststehende Arzthelferin (Fortführung von Senat, Urteil vom 8. Januar 1991 - VI ZR 102/90 - VersR 1991, 467):   "Anders als im Bereich des ärztlichen [...]

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