Archiv für den Monat: November 2015

November 2015

BGH: Hemmungswirkung des Mahnbescheides

Von |2015-11-09T10:21:29+00:00November 9th, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 16.07.2015 (III ZR 238/14): a) Die mit der Zustellung eines Mahnbescheids verbundene Hemmungswirkung erfasst den Streitgegenstand insgesamt und somit auch alle materiell-rechtlichen Ansprüche, die zum Streitgegenstand gehören. Demgemäß erstreckt sich die Hemmungswirkung bei hinreichender Individualisierung des geltend gemachten prozessualen Anspruchs im Mahnantrag auf alle im Rahmen der Anlageberatung unterlaufenen Beratungsfehler (Fortführung der [...]

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BGH: Zum Umfang des Kostenersatzes bei Mängelbeseitigungskosten

Von |2015-11-07T09:47:52+00:00November 7th, 2015|Vertragsrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 25.06.2015 (VII ZR 220/14): a) Verlangt der Auftraggeber Ersatz der von ihm aufgewendeten Mängelbeseitigungskosten, so hat er darzulegen, dass die durchgeführten Maßnahmen der Mängelbeseitigung dienten. Es besteht keine Vermutung, dass stets sämtliche von einem Drittunternehmer im Zuge einer Mängelbeseitigungsmaßnahme durchgeführten Arbeiten ausschließlich der Mängelbeseitigung dienen. Ein im Verhältnis zum Auftragnehmer schützenswertes Vertrauen [...]

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BGH: Folgen des Missbrauchs des Mahnverfahrens

Von |2015-11-06T07:58:47+00:00November 6th, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.06.2015 (XI ZR 536/14), Pressemitteilung 105/2015: Der u.a. für das Bankrecht zuständige XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass sich auf die Hemmung der Verjährung durch Zustellung des Mahnbescheids nicht berufen kann, wer im Mahnverfahren bewusst falsche Angaben macht. Der Kläger des Ausgangsverfahrens erwarb im Jahr 1992 Wohnungseigentum. Den Kaufpreis finanzierte er [...]

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LAG Köln: Vorruhestandsvereinbarung; AGB; unangemessene Benachteiligung; Störung der Geschäftsgrundlage; Gleichbehandlungsgrundsatz

Von |2015-11-05T07:55:25+00:00November 5th, 2015|Arbeitsrecht|

Landesarbeitsgericht Köln, Urteil vom 06.12.2012 (7 Sa 584/12): Zu den wesentlichen Grundgedanken einer Vorruhestandsvereinbarung im Sinne der deutschen Arbeits- und Sozialrechtsordnung gehört es, dass der Arbeitnehmer endgültig aus dem Erwerbsleben ausscheidet und zukünftig keine neue, mehr als geringfügige Beschäftigung oder selbständige Tätigkeit mehr aufnimmt.  

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BGH: Beweiserhebung über innere Tatsachen

Von |2015-11-04T07:48:25+00:00November 4th, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 21.04.2015 (II ZR 126/14): Der Vortrag zu einem übereinstimmenden Willen der Vertragsparteien, der dem Vertragswortlaut oder einer anderweitigen Auslegung vorgeht, betrifft eine innere Tatsache. Über sie ist nur dann Beweis zu erheben, wenn auch schlüssig behauptet wird, dass die Vertragsparteien ihren übereinstimmenden Willen einander zu erkennen gegeben haben, oder entsprechende Indizien benannt [...]

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BGH: Zum Umfang der Berufungsbegründung

Von |2015-11-03T07:44:37+00:00November 3rd, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.06.2015 (II ZR 166/14): Liegt dem Rechtsstreit ein einheitlicher Streitgegenstand zugrunde, muss der Berufungskläger nicht zu allen für ihn nachteilig beurteilten Streitpunkten in der Berufungsbegründung Stellung nehmen, wenn schon der allein vorgebrachte - unterstellt erfolgreiche - Berufungsangriff gegen einen Punkt geeignet ist, der Begründung des angefochtenen Urteils insgesamt die Tragfähigkeit zu nehmen. [...]

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BGH: Gerichtlicher Vergleich im schriftlichen Verfahren

Von |2015-11-01T16:22:32+00:00November 1st, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 14.07.2015 (VI ZR 326/14): Ein Vergleich nach § 278 Abs. 6 Satz 1 Fall 2 ZPO kann nur durch Annahme des schriftlichen Vergleichsvorschlags des Gerichts mit Schriftsatz der Parteien wirksam geschlossen werden.

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