Verkehrsrecht

August 2015

OLG Stuttgart: Kein „Vier-Augen-Prinzip“ bei Geschwindigkeitsmessung mit dem Lasermessgerät Riegl FG 21-P

Von |2015-10-07T13:22:04+00:00August 2nd, 2015|Verkehrsrecht|

Oberlandesgericht Stuttgart Beschluß vom 26.1.2015 (4 Ss 810/14): Ein "Vier-Augen-Prinzip", nach dem eine Geschwindigkeitsmessung mit dem Lasermessgerät Riegl FG 21-P nur zur Grundlage einer Verurteilung gemacht werden kann, wenn der vom Messgerät angezeigte Messwert und die Überschreitung dieses Wertes in das Messprotokoll von einem zweiten Polizeibeamten kontrolliert worden sind, existiert nicht. Eine Verwaltungsvorschrift mit diesem [...]

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Juli 2015

AG Waldbröl: iPOD keine Mobiltelefon i. S. d. § 23 StVO

Von |2016-10-17T19:03:07+00:00Juli 31st, 2015|Verkehrsrecht|

Amtsgericht Waldbröl, Urteil vom 31.10.2014 (44 OWI-225 Js 1055/14-121/14): Geräte wie ein iPOD, mit denen man nur über eine Internetverbindung ggf. telefonieren kann, fallen nicht unter den Begriff des Mobiltelefons im Sinne des § 23 StVO. Der Begriff des Mobiltelefons ist nicht gesetzlich definiert (vgl. König in Hentschel, Straßenverkehrsrecht, 41. Auflage, § 23 StVO, Rn. [...]

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Juni 2015

AG Hagen: Parken vor mehreren Garagen/Hofeinfahrt; Haftung bei Vekehrsunfall

Von |2015-06-28T09:07:10+00:00Juni 28th, 2015|Verkehrsrecht|

Amtsgericht Hagen, Urteil vom 20.10.2014 (10 C 283/14): Auch wenn dem Ausfahrenden eine Rangierfläche über benachbarte Garagenvorflächen oder Hofeinfahrten grundsätzlich möglich ist, muss ein Fahrzeugführer, der vor einer Hofeinfahrt auf der schmalen Straße davor parkt, berücksichtigen, dass der Ausparkende nicht ständig den gesamten Rangierraum nutzen kann (oder nicht darf), so dass eine Kollision des Ausfahrenden [...]

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OLG Dresden: Vorfahrtverstoß – Blinklicht – Haftungsverteilung

Von |2016-10-17T19:03:16+00:00Juni 15th, 2015|Verkehrsrecht|

Oberlandesgericht Dresden, Urteil vom 20.08.2014 (7 U 1876/13): 1. Der Wartepflichtige darf nicht blindlings darauf vertrauen, dass der rechts blinkende Vorfahrtsberechtigte auch tatsächlich nach rechts abbiegt, so dass der Wartepflichtige gefahrlos in die Vorfahrtstraße einfahren kann. Vielmehr bedarf es zumindest eines weiteren Anzeichens, das aus Sicht des Wartepflichtigen diesen Schluss zulässt, sei es dass der [...]

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OLG Hamm: Verletzung der Verkehrssicherungspflicht – unzureichende Baumkontrolle

Von |2016-10-17T19:03:16+00:00Juni 12th, 2015|Verkehrsrecht|

Oberlandesgericht Hamm (11 U 57/13): Die Beklagte hat zur Abwehr der von Bäumen ausgehenden Gefahren die Maßnahmen zu treffen, die einerseits zum Schutz gegen Astbruch und Windwurf erforderlich, andererseits unter Berücksichtigung des umfangreichen Baumbestandes der öffentlichen Hand zumutbar sind. Dazu genügt in der Regel eine in angemessenen Abständen vorgenommene äußere Sichtprüfung, bezogen auf die Gesundheit [...]

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Mai 2015

OLG Hamm: Überholvorgang muß vor Überholverbotsschild abgeschlossen sein

Von |2016-10-17T19:03:22+00:00Mai 13th, 2015|Verkehrsrecht|

Oberlandesgericht Hamm, 1RBs 162/14: Das Zeichen 276 verbietet nicht nur den Beginn, sondern auch die Fortsetzung und die Beendigung des Überholvorgangs innerhalb der Überholverbotszone; ein bereits eingeleiteter Überholvorgang muss andernfalls noch vor dem Verbotsschild abgebrochen werden.

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April 2015

BVerwG: Fehlen der Fahreignung bei gelegentlichem Konsum von Cannabis, wenn die Blutprobe eine THC-Konzentration von 1,3 ng/ml ergibt

Von |2016-10-17T19:03:26+00:00April 21st, 2015|Verkehrsrecht|

Bundesverwaltungsgericht, Urteil vom 23.10.2014 (3 C 3.13) , PM: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 23.10.2014 entschieden, dass von einer ausreichenden Trennung von Cannabiskonsum und Fahren im Sinne der Fahrerlaubnis-Verordnung nur dann ausgegangen werden kann, wenn ein gelegentlicher Konsument von Cannabis seinen Konsum und das Fahren in jedem Fall so trennt, dass eine cannabisbedingte Beeinträchtigung [...]

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BGH: Keine Pflicht zur Zahlung unangemessen hoher Abschleppkosten

Von |2016-10-17T19:03:28+00:00April 15th, 2015|Verkehrsrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 04.07.2014 (V ZR 229/13), Pressemitteilung: Der u.a. für Rechtsstreitigkeiten über Ansprüche aus Besitz und Eigentum an Grundstücken zuständige V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 04.07.2014 entschieden, dass Falschparker dem Besitzer der Parkfläche keine unangemessen hohen Abschleppkosten erstatten müssen. Dem liegt der folgende Sachverhalt zu Grunde: Der Pkw des Klägers wurde unberechtigt auf [...]

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AG Lüdinghausen: Geschwindigkeitsüberschreitung und Tempomat

Von |2016-10-17T19:03:28+00:00April 10th, 2015|Verkehrsrecht|

Amtsgericht Lüdinghausen, Urteil vom 12.05.2014 (19 OWi-89 Js 511/14-46/14): Findet nach einem notlagebedingten Überholen mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit ein Geschwindigkeitsverstoß statt, der dadurch zustande kommt, dass der Betroffene seine Geschwindigkeit nach Wiedereinscheren auf die eigene Fahrbahn nicht wieder reduziert, sondern auf eine Regulierung durch seinen Tempomaten hofft, so liegt keine Notstandslage oder notstandsähnliche Situation vor [...]

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März 2015

OLG Nürnberg: Verletzung der Verkehrssicherungspflicht: Warnpflicht bei Installation eines versenkbaren Pollers

Von |2016-10-17T19:03:30+00:00März 31st, 2015|Verkehrsrecht|

Oberlandesgericht Nürnberg, Urteil vom 08.07.2013 (4 U 414/13): Es stellt eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht dar, wenn ein zur Sperrung der Einfahrt zu einem Krankenhaus versenkbarer Poller nach der Durchfahrt eines Fahrzeugs automatisch hochfährt und ein weiteres einfahrendes Fahrzeug, dessen Fahrer wegen fehlender Hinweise nicht mit einem hochfahrenden Poller rechnen musste, beschädigt.

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