Familienrecht

Januar 2016

BGH: Unwirksamer Verzicht auf künftigen Trennungsunterhalt

Von |2016-01-28T07:56:09+00:00Januar 28th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 30.09.2015 (XII ZB 1/15): a) Die Beurteilung, ob eine unzulässige Unterschreitung des angemessenen Unterhalts und damit ein nach § 134 BGB unwirksamer Verzicht auf künftigen Trennungsunterhalt vorliegt, setzt voraus, dass zunächst die Höhe dieses angemessenen Unterhaltsanspruchs im hierfür erforderlichen Umfang festgestellt worden ist. b) Sonstige ehevertragliche Regelungen, die dem Unterhaltsberechtigten zum Vorteil [...]

BGH: Unterhaltsbedarf des Elternteils bei Heimunterbringung

Von |2016-01-27T08:04:38+00:00Januar 27th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 07.10.2015 (XII ZB 26/15): a) Der Unterhaltsbedarf des Elternteils bestimmt sich grundsätzlich durch seine Unterbringung in einem Heim und deckt sich regelmäßig mit den dort anfallenden Kosten (im Anschluss an Senatsurteil vom 21. November 2012 XII ZR 150/10 FamRZ 2013, 203 Rn. 15 mwN). b) Hat der sozialhilfebedürftige Unterhaltsberechtigte zu den Kriterien [...]

BGH: Elternunterhalt und Wahl der Unterbringung unter Kostengesichtspunkten

Von |2016-01-21T11:09:24+00:00Januar 21st, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom (XII ZB 26/15): a) Der Unterhaltsbedarf des Elternteils bestimmt sich grundsätzlich durch seine Unterbringung in einem Heim und deckt sich regelmäßig mit den dort anfallenden Kosten (im Anschluss an Senatsurteil vom 21. November 2012 XII ZR 150/10 FamRZ 2013, 203 Rn. 15 mwN). b) Hat der sozialhilfebedürftige Unterhaltsberechtigte zu den Kriterien der [...]

OLG Karlsruhe: Fortwirkung einer errichteten Jugendamtsurkunde als einseitiges Schuldanerkenntnis und die daraus resultierende Darlegungs- und Beweislast zu den Einkommensverhältnissen des Unterhaltsschuldners

Von |2016-01-18T07:45:14+00:00Januar 18th, 2016|Familienrecht|

Oberlandesgericht Karlsruhe, Beschluß vom 13.08.2015 (5 UF 238/13): Der die Abänderung seiner durch Jugendamtsurkunde titulierten Unterhaltspflicht begehrende Unterhaltsschuldner trägt die Beweislast für die Höhe seines Einkommens auch nach Eintritt der Volljährigkeit des Unterhaltsberechtigten.

BGH: Abänderungsmöglichkeiten einer vorangegangenen Entscheidung zum Ehegattenunterhalt

Von |2016-01-17T13:18:34+00:00Januar 17th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 15.07.2015 (XII ZB 369/14): a) Ein vom Gericht im vorausgegangenen Verfahren zur Frage der Herabsetzung des Unterhalts auf den angemessenen Bedarf übersehener Umstand kann für sich genommen nicht die Abänderung der Entscheidung eröffnen. b) Ist die Abänderung hingegen aus anderen Gründen eröffnet, so ist die Berücksichtigung des Umstands nur dann ausgeschlossen (präkludiert), [...]

BGH: Keine Rechtsbeschwerde bei Ablehnung eines Sachverständigen

Von |2016-01-13T07:48:11+00:00Januar 13th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 22.07.2015 (XII ZB 667/14): Ein Beschluss, durch den die Ablehnung eines Sachverständigen (hier: in einem die Regelung der elterlichen Sorge betreffenden Verfahren) für begründet erklärt worden ist, kann vom Gegner nicht mit der Rechtsbeschwerde angefochten werden. Das gilt auch dann, wenn die Rechtsbeschwerde in der betreffenden Entscheidung zugelassen worden ist.

BGH: Faires Verfahren bei nicht anwaltlich vertretenem Betroffenen

Von |2016-01-12T07:38:57+00:00Januar 12th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 02.09.2015 (XII ZB 138/15): Der Anspruch auf ein faires Verfahren gebietet es, einen anwaltlich nicht vertretenen Betroffenen eines zivilrechtlichen Unterbringungsverfahrens im Fall der Erledigung der Hauptsache auf die Möglichkeit hinzuweisen, seinen Antrag auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der Unterbringungsanordnung umzustellen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 15. September 2010 - XII ZB 383/10 - [...]

Dezember 2015

BGH: Nutzungsvereinbarung betr. gemeinsame Wohnung im Zugewinnausgleich – illoyale Vermögensminderung

Von |2015-12-29T07:54:43+00:00Dezember 29th, 2015|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 20.05.2015 (XII ZB 314/14): a) Eine während der Trennungszeit getroffene Vereinbarung, wonach ein Ehegatte die im gemeinsamen Eigentum stehende Wohnung zur Alleinnutzung behält und zum Ausgleich dafür die gemeinsam geschuldeten Darlehenslasten allein trägt, führt bei der Bewertung des Endvermögens im Zugewinnausgleich nur dann zum vollständigen Entfallen des Gesamtschuldnerausgleichsanspruchs, wenn sie eine endgültige [...]

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OLG Frankfurt a. M.: Abänderung einer einstweiligen Anordnung auf Zahlung von Unterhalt

Von |2015-12-18T08:07:24+00:00Dezember 18th, 2015|Familienrecht|

Oberlandesgericht Frankfurt a. M., Beschluß vom 30.10.2014 (6 WF 155/14): 1. Gegen eine einstweilige Anordnung auf Zahlung von Unterhalt kann sowohl durch einen Abänderungsantrag gemäß § 54 FamFG als auch mit einem negativen Feststellungsantrag in einem Hauptsacheverfahren oder mit einem Antrag gemäß § 52 Abs. 2 FamFG vorgegangen werden. 2. Ob ein Antrag auf Abänderung [...]

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BGH: Nießbrauch an privilegiert erworbenem Grundstück im Zugewinnausgleich

Von |2016-10-17T19:02:54+00:00Dezember 17th, 2015|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 6.5.2015 (XII ZB 306/14): a) Ist Vermögen, das ein Ehegatte mit Rücksicht auf ein künftiges Erbrecht erwirbt, zugunsten des Übergebers mit einem Nießbrauch belastet, unterliegt der fortlaufende Wertzuwachs der Zuwendung aufgrund des abnehmenden Werts des Nießbrauchs für den dazwischen liegenden Zeitraum bzw. die Zeit zwischen dem Erwerb des Grundstücks und dem Erlöschen [...]

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