Familienrecht

Mai 2016

BGH: Zur Aufrechterhaltung einer „Unterhaltskette“, obwohl der Aufstockungsunterhaltsanspruch der geschiedenen Ehefrau wegen Arbeitslosigkeit des Unterhaltsschuldners phasenweise entfallen war

Von |2016-05-03T07:53:25+00:00Mai 3rd, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 04.11.2015 (XII ZR 6/15): Eine vorübergehende Arbeitslosigkeit des Unterhaltspflichtigen unterbricht die "Unterhaltskette" beim Aufstockungsunterhalt auch dann nicht, wenn die Einkünfte des Unterhaltspflichtigen infolge der Arbeitslosigkeit so weit absinken, dass sich zeitweilig kein Unterschiedsbetrag mehr zwischen dem durch den Einkommensrückgang beeinflussten vollen Unterhalt nach den ehelichen Lebensverhältnissen und den anrechenbaren Einkünften des Unterhaltsberechtigten [...]

OLG Köln: Iranische Morgengabe

Von |2016-05-02T06:44:28+00:00Mai 2nd, 2016|Familienrecht|

Oberlandesgericht Köln, Beschluß vom 05.11.2015 (21 UF 32/15): EGBGB Art. 14, 15, 17 BGB §§ 118, 125, 138, 242, 313, 812 Leitsätze: 1. Vor deutschen Gerichten ist die von einem (auch) deutschen Staatsbürger seiner iranischen Braut bei der Eheschließung im Iran versprochene Morgengabe nach deutschem Recht zu beurteilen. 2. Das Versprechen einer Morgengabe von 414 [...]

April 2016

FG Münster: Zugewinnausgleichsforderung und vorangegangene Zinsschenkung sind für Zwecke der Erbschafsteuer abzuzinsen

Von |2016-04-12T06:39:46+00:00April 12th, 2016|Allgemein, Familienrecht|

Finanzgericht Münster, Urteil vom 10. September 2015 (3 K 1870/13 Erb): Der 3. Senat des Finanzgerichts Münster hat mit Urteil vom 10. September 2015 (Az. 3 K 1870/13 Erb) entschieden, dass eine Zugewinnausgleichsforderung, die vom Erblasser gegenüber dem Erben zinslos gestundet worden war, mit dem abgezinsten Wert der Erbschaftssteuer unterliegt. Gleiches gilt für die vorangegangene [...]

FG Münster: Versorgungsausgleichszahlung an geschiedenen Ehegatten führt zu Werbungskosten

Von |2016-10-17T19:02:53+00:00April 5th, 2016|Allgemein, Familienrecht|

Finanzgericht Münster, Urteil vom 11. November 2015 (7 K 453/15 E), Pressemitteilung Nr. 13 vom 15. Dezember 2015. Mit am 15.12.2015 veröffentlichtem Urteil vom 11.11.2015 (Az. 7 K 453/15 E) hat der 7. Senat des Finanzgerichts Münster entschieden, dass Ausgleichszahlungen an den geschiedenen Ehegatten im Rahmen des Versorgungsausgleichs als Werbungskosten abzugsfähig sein können. Der Kläger [...]

OLG Hamm: Umgangsrecht, Auskunftsanspruch, Auskunft, missbräuchliche Ziele

Von |2016-04-03T08:13:51+00:00April 3rd, 2016|Familienrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Beschluß vom 25.11.2015 (2 WF 191/15): 1. Die Gründe, die zur Versagung eines Umgangsrechts geführt haben, genügen für sich allein nicht zur Rechtfertigung der Ablehnung eines Auskunftsanspruchs nach § 1686 S. BGB. Eine Ablehnung kommt jedoch in Betracht, sofern sich aus objektiven Umständen ergibt, dass der auskunftsberechtigte Elternteil mit den über das Kind [...]

März 2016

OLG Brandenburg: Ehevertrag und Auschluss des Versorgungsausgleichs

Von |2016-03-28T10:33:40+00:00März 28th, 2016|Familienrecht|

Oberlandesgericht Brandenburg, Beschluß vom 11.08.2015 (13 UF 102/14): Pflicht des Gerichts zur Inhalts- und Ausübungskontrolle betreffend ehevertraglich vereinbarten Ausschluss des Versorgungsausgleichs 1. Die in § 8 Abs. 1 VersAusglG angeordnete gerichtliche Kontrolle, ob eine Vereinbarung über den Versorgungsausgleich eine evident einseitige und unzumutbare Lastenverteilung herbeiführt, hat der Tatrichter durchzuführen, wenn und soweit das Vorbringen der [...]

OLG Hamm: Ärztlicher Heileingriff, minderjähriges Kind, Zustimmung, Einwilligung, sorgeberechtigte Eltern

Von |2016-03-27T07:31:35+00:00März 27th, 2016|Familienrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Urteil vom 29.09.2015 (26 U 1/15): Ein ärztlicher Heileingriff bei einem minderjährigen Kind bedarf grundsätzlich der Zustimmung beider sorgeberechtigter Eltern. Erscheint nur ein Elternteil mit dem Kind beim Arzt, darf dieser in von der Rechtsprechung präzisierten Ausnahmefällen - abhängig von der Schwere des Eingriffs - darauf vertrauen, dass der abwesende Elternteil den erschienenen [...]

BGH: Bestellung eines Kontrollbetreuers

Von |2016-03-26T11:34:39+00:00März 26th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 09.09.2015 (XII ZB 125/15): Zur Erforderlichkeit einer Kontrollbetreuung bei einem vom Betroffenen geäußerten Verdacht der unberechtigten Entnahme eines Geldbetrags durch den Vorsorgebevollmächtigten (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 16. Juli 2014 XII ZB 142/14 FamRZ 2014, 1693). aa) Nach § 1896 Abs. 3 BGB kann ein Betreuer zur Geltendmachung von Rechten des Betreuten [...]

BGH: Keine Beschränkung des Versorgungsausgleichs wegen grober Unbilligkeit

Von |2016-10-17T19:02:54+00:00März 25th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 09.09.2015 (XII ZB 211/15): a) Bei der Teilung von Anrechten in der gesetzlichen Rentenversicherung bleibt der Zugangsfaktor unberücksichtigt. b) Zur Beschränkung des Versorgungsausgleichs wegen grober Unbilligkeit. Ob und in welchem Umfang die Durchführung des Versorgungsausgleichs grob unbillig erscheint, unterliegt grundsätzlich der tatrichterlichen Beurteilung. Diese ist im Verfahren der Rechtsbeschwerde nur daraufhin zu [...]

BGH: Anerkennung einer ausländischen Entscheidung in Ehesachen

Von |2016-03-23T07:46:18+00:00März 23rd, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 14.10.2015 (XII ZB 695/14): Im Verfahren betreffend die Anerkennung ausländischer Entscheidungen in Ehesachen steht der Landesjustizverwaltung keine Befugnis zur Einlegung einer Rechtsbeschwerde zu, und zwar auch dann nicht, wenn das Oberlandesgericht ihren Bescheid aufgehoben und die Sache zur Neubescheidung an die Landesjustizverwaltung zurückverwiesen hat.

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