Karin Schaub

Über Karin Schaub

Rechtsanwältin und Fachanwältin Karin Schaub

Februar 2016

BGH: Richterliches Ermessen beim Versorgungsausgleich

Von |2016-02-03T14:47:35+00:00Februar 3rd, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 02.09.2015 (XII ZB 33/13): Zur Ausübung richterlichen Ermessens im Rahmen von § 18 Abs. 2 VersAusglG, wenn der ausgleichspflichtige Ehegatte mehrere Anrechte bei dem gleichen betrieblichen Versorgungsträger hat (hier: "VBLklassik" und "VBLextra"), von denen nur eines geringwertig ist (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 1. Februar 2012 XII ZB 172/11 - FamRZ 2012, [...]

BGH: Beschwer bei Pflicht zur Vorlage von Einkommensteuererklärungen

Von |2016-02-02T07:36:37+00:00Februar 2nd, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschuß vom 02.09.2015 (XII ZB 132/15): a) Wird der Unterhaltsschuldner erstinstanzlich zur Vorlage von Einkommensteuererklärungen verpflichtet, deren Nichtexistenz er behauptet, so ist zur Bemessung seiner Beschwer durch Auslegung zu ermitteln, ob das Amtsgericht ihn zu deren Erstellung verpflichten wollte oder ob es gegebenenfalls irrig von deren Existenz ausgegangen ist. Nur im ersten Fall erhöht [...]

BGH: Zuständigkeit des WEG-Gerichts in einer sonstigen Familiensache

Von |2016-02-01T07:31:13+00:00Februar 1st, 2016|Familienrecht, Wohnungseigentumsrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 16.09.2015 (XII ZB 340/14): In einer sonstigen Familiensache ist die Zuständigkeit des für Wohnungseigentumssachen zuständigen Gerichts nur dann begründet, wenn es sich um eine Streitigkeit nach § 43 WEG handelt oder eine bedeutsame Vorfrage aus dem Bereich des Wohnungseigentumsrechts streitentscheidend ist.

Januar 2016

BGH: Fehlendes Feststellungsinteresse für künftigen schuldrechtlichen Versorgungsausgleich

Von |2016-01-31T08:39:52+00:00Januar 31st, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 16.09.2015 (XII ZB 166/13): a) Zur Abänderung eines nach dem vor dem 1. September 2009 geltenden Recht durchgeführten Versorgungsausgleichs im Hinblick auf eine betriebliche Altersversorgung. b) Einem Feststellungsantrag im Hinblick auf einen künftigen schuldrechtlichen Versorgungsausgleich fehlt grundsätzlich das Feststellungsinteresse, wenn die beantragte Feststellung den genauen Inhalt des Anspruchs auf schuldrechtlichen Versorgungsausgleich unbestimmt [...]

BGH: Internationale Zuständigkeit bei Vollstreckung eines Umgangstitels

Von |2016-01-29T07:26:57+00:00Januar 29th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 30.09.2015 (XII 635/14) a) Bei der Vollstreckung eines als einstweilige Anordnung erlassenen Umgangstitels handelt es sich um ein selbstständiges Verfahren mit einem eigenständigen Rechtsmittelzug, weshalb § 70 Abs. 4 FamFG die Statthaftigkeit der Rechtsbeschwerde nicht hindert. b) Die Vorschrift des § 99 Abs. 1 FamFG regelt die internationale Zuständigkeit auch für die [...]

BGH: Unwirksamer Verzicht auf künftigen Trennungsunterhalt

Von |2016-01-28T07:56:09+00:00Januar 28th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 30.09.2015 (XII ZB 1/15): a) Die Beurteilung, ob eine unzulässige Unterschreitung des angemessenen Unterhalts und damit ein nach § 134 BGB unwirksamer Verzicht auf künftigen Trennungsunterhalt vorliegt, setzt voraus, dass zunächst die Höhe dieses angemessenen Unterhaltsanspruchs im hierfür erforderlichen Umfang festgestellt worden ist. b) Sonstige ehevertragliche Regelungen, die dem Unterhaltsberechtigten zum Vorteil [...]

BGH: Unterhaltsbedarf des Elternteils bei Heimunterbringung

Von |2016-01-27T08:04:38+00:00Januar 27th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 07.10.2015 (XII ZB 26/15): a) Der Unterhaltsbedarf des Elternteils bestimmt sich grundsätzlich durch seine Unterbringung in einem Heim und deckt sich regelmäßig mit den dort anfallenden Kosten (im Anschluss an Senatsurteil vom 21. November 2012 XII ZR 150/10 FamRZ 2013, 203 Rn. 15 mwN). b) Hat der sozialhilfebedürftige Unterhaltsberechtigte zu den Kriterien [...]

BGH: Zur Berechtigung einer Eigenbedarfskündigung

Von |2016-01-25T10:19:26+00:00Januar 25th, 2016|Mietrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.09.2015 (VIII ZR 297/14): Ein - auf vernünftige, nachvollziehbare Gründe gestützter - Eigennutzungswunsch rechtfertigt die Kündigung des Mietverhältnisses nur dann, wenn er vom Vermieter auch ernsthaft verfolgt wird und bereits hinreichend bestimmt und konkretisiert ist. Eine bislang nur vage oder für einen späteren Zeitpunkt verfolgte Nutzungsabsicht rechtfertigt eine Eigenbedarfskündigung (noch) nicht.

Nach oben