Familienrecht

November 2016

BGH: Einbeziehung des Rechnungszinses aus der Transformationstabelle

Von |2016-11-26T10:37:13+00:00November 26th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 11.05.2016 (XII ZB 615/13): Der auszugleichenden Versorgung liegt eine Leistungszusage zugrunde, die beitragsorientiert ist und im Wege der Direktzusage durchgeführt wurde. Dann kann der in den Transformationstabellen einkalkulierte Rechnungszins im Versorgungsausgleich nur dann als Diskontierungszinssatz für die Ermittlung des Barwerts der künftigen Versorgungsleistungen in Betracht gezogen werden, wenn der Arbeitgeber im Falle [...]

OLG Hamm: Versorgungsausgleich auch bei vermeintlich ungleichen Beiträgen zur Ehe

Von |2016-11-21T08:06:09+00:00November 21st, 2016|Familienrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Beschluß vom 01.02.2016 (4 UF 136/15): 1. Die Eheleute können die Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse im Rahmen zulässiger Grenzen frei vereinbaren, so dass auch atypische Rollenverteilungen nicht zur Anwendung von § 27 VersAusglG führen. 2. Keine unverhältnismäßige Beeinträchtigung des Halbteilungsgrundsatzes, wenn im Fall des § 18 Abs. 1, 3 VersAusglG ein Ausgleich wegen [...]

OLG Stuttgart: Verfahrenskostenhilfe bei Erstreckung auf nicht anhängige Gegenstände

Von |2017-03-06T07:37:23+00:00November 20th, 2016|Familienrecht|

Oberlandesgericht Stuttgart, Beschluß vom 18.02.2016 (8 WF 339/15): Die Formulierung, dass die Bewilligung der Verfahrenskostenhilfe auf den Abschluss einer Vereinbarung erstreckt wird, kann auch außerhalb der Regelung des § 48 Abs. 3 RVG dazu führen, dass dem beigeordneten Rechtsanwalt für einen Mehrvergleich über nicht rechtshängige Ansprüche eine Verfahrens- und Terminsdifferenzgebühr aus der Staatskasse zu [...]

BGH: Stillschweigende Innengesellschaft zwischen Ehegatten

Von |2016-11-18T07:52:19+00:00November 18th, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 03.02.2016 (XII ZR 29/13): Haben Ehegatten stillschweigend eine Innengesellschaft vereinbart, so dass ausdrückliche Absprachen über ihre jeweilige Beteiligung am Gewinn fehlen, ist - gegebenenfalls anhand einer Vertragsauslegung - zu prüfen, ob sich aus anderen feststellbaren Umständen Hinweise auf eine bestimmte Verteilungsabsicht ergeben. Erst wenn es hieran fehlt, greift ergänzend die Regelung des § [...]

OLG Dresden: Kindesunterhalt und große Einkommensunterschiede

Von |2016-11-03T14:21:34+00:00November 3rd, 2016|Familienrecht|

Oberlandesgericht Dresden, Beschluß vom 04.12.2015 (20 UF 875/15): 1. Zur Erwerbsobliegenheit eines Selbstständigen mit geringen Einkünften. 2. Könnte der nicht betreuende, an sich allein barunterhaltspflichtige Elternteil auch bei Zahlung des vollen Unterhalts seinen angemessenen Selbstbehalt noch wahren, kommt gleichwohl die volle Haftung des betreuenden Elternteils in Betracht, wenn dieser etwa das Dreifache des nicht [...]

Oktober 2016

AG Bad Hersfeld: Gefährdung von Kindern durch Smartphones

Von |2016-10-05T06:31:01+00:00Oktober 5th, 2016|Familienrecht|

Amtgericht Bad hersfeld, Beschluß vom 22.07.2016 (F 361/16 EASO): Nimmt eine erwachsene, den Kindeseltern bekannte Person von sich aus Kontakt zu deren Kind auf und unternimmt dabei den Versuch, über digitale Medien mit dem Kind Text- und Bild-Kommunikation mit sexualisierten Inhalten ("Sex-Texting") zu führen, haben die Kindeseltern dafür Sorge zu tragen, dass ein Kontakt des [...]

Zusatzversorgung der Angestellten und Arbeiter im öffentlichen Dienst: Bundesgerichtshof erklärt auch die geänderte Startgutschriftenregelung der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) für rentenferne Versicherte für unwirksam

Von |2016-10-03T14:53:09+00:00Oktober 3rd, 2016|Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Pressemitteilung 53/16: IV ZR 9/15 und IV ZR 168/15 – Urteile vom 9. März 2016 Der unter anderem für das Versicherungsvertragsrecht zuständige IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in zwei heute verkündeten Urteilen auch die Neuregelung der Startgutschriften rentenferner Versicherter der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) für unwirksam erklärt. Die beklagte VBL hat [...]

OLG Hamm: Unterhaltspflicht, realistisch erzielbares Einkommen, Erwerbsobliegenheit

Von |2016-10-02T07:51:50+00:00Oktober 2nd, 2016|Familienrecht|

Oberlandesgericht Hamm, Beschluß vom 22.12.2015 (2 UF 213/15): Dem Unterhaltspflichtigen darf auch bei einem Verstoß gegen seine Erwerbsobliegenheit nur ein Einkommen zugerechnet werden, welches von ihm realistischerweise zu erzielen ist. Als realistisch erzielbar kann auch ein Einkommen angesehen werden, dass der Unterhaltspflichtige in der Vergangenheit – wenn auch nur vorübergehend – tatsächlich erzielt hat und [...]

September 2016

OLG Celle: Auswahl eines Vormundes für unbegleitete Flüchtlinge

Von |2016-10-17T19:02:46+00:00September 30th, 2016|Familienrecht|

Oberlandesgericht Celle, Beschluß vom 14.01.2016 (12 UF 2/16), PM : Kein genereller Vorrang von Rechtsanwälten vor Jugendämtern Celle. Der 12. Zivilsenat (Familiensenat) des Oberlandesgerichts Celle hat am 14. Januar 2016 (12 UF 2/16) über die Vormundschaft für einen 16 Jahre alten Jungen aus Afghanistan entschieden. Der Junge ist als Flüchtling nach Deutschland gekommen. Seine Eltern [...]

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