Allgemein

Dezember 2015

BGH: Zahlungseinstellung durch den Schuldner bei geringfügiger Forderung

Von |2015-12-21T10:46:15+00:00Dezember 21st, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 30.04.2015 (IX ZR 149/14): Zahlt der Schuldner auf eine relativ geringfügige Forderung erst aufgrund mehrerer Mahnungen nach über einem Jahr zwei Raten und tilgt die Forderung nicht vollständig, kann das Tatgericht zu dem Ergebnis gelangen, dass der Gläubiger allein hieraus nicht auf eine Zahlungseinstellung des Schuldners schließen musste.

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BGH: Unrichtige Angaben im VKH-/PKH-Verfahren

Von |2015-12-01T07:55:24+00:00Dezember 1st, 2015|Allgemein, Familienrecht|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 19.08.2015 (XII ZB 208/15): Die Regelung des § 124 Abs. 1 Nr. 2 ZPO, wonach das Gericht die Bewilligung der Prozesskosten- bzw. Verfahrenskostenhilfe aufheben soll, wenn der Antragsteller absichtlich oder aus grober Nachlässigkeit unrichtige Angaben über die persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse gemacht hat, ist im Bewilligungsverfahren der Prozess- oder Verfahrenskostenhilfe nicht analog [...]

November 2015

BGH: Pfändungsschutz bei Einkünften aus Untervermietung

Von |2015-11-17T07:39:43+00:00November 17th, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 23.04.2015 (VII ZB 65/12): Der Pfändungsschutz für sonstige Einkünfte umfasst auch Einkünfte aus einer Untervermietung (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 26. Juni 2014 IX ZB 88/13, NJW-RR 2014, 1197 = Rpfleger 2014, 687).

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BGH: Drittauskünfte nach Abgabe der Vermögensauskunft

Von |2015-11-14T11:41:24+00:00November 14th, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 22.01.2015 (I ZB 77/14): a) Drittauskünfte gemäß § 802l ZPO sind nach Abgabe einer Vermögensauskunft nicht nur einzuholen, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Schuldner unvollständige oder unzutreffende Angaben gemacht hat und durch die Drittauskünfte neue Erkenntnisse zu erwarten sind. Sie sind erst dann nicht erforderlich, wenn aus den Angaben des Schuldners [...]

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BGH: Löschung einer vermögenslosen GmbH und Prozeßfähigkeit

Von |2015-11-13T07:45:55+00:00November 13th, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Beschluß vom 20.05.2015 (VII ZB 53/13 ): Die Löschung einer vermögenslosen GmbH nach § 394 Abs. 1 FamFG hat zur Folge, dass die Gesellschaft ihre Rechtsfähigkeit verliert und damit nach § 50 Abs. 1 ZPO auch ihre Fähigkeit, Partei eines Rechtsstreits zu sein. Nur wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass noch verwertbares Vermögen vorhanden ist, [...]

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BGH: Zur Höhe von Anzahlungen auf den Reisepreis und zur Bemessung von Rücktrittspauschalen

Von |2015-11-11T07:38:29+00:00November 11th, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 09.12.2014 (X ZR 147/13), PM: Der für das Reise- und Personenbeförderungsrecht zuständige X. Zivilsenat hat sich in drei Verfahren mit der Wirksamkeit von Klauseln in Reisebedingungen zu Anzahlungen auf den Reisepreis, zu dem Zeitpunkt der Fälligkeit des Gesamtpreises und zu Rücktrittspauschalen befasst. In dem Verfahren X ZR 85/12 verlangt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen [...]

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BFH: Unrichtige Rechtsbehelfsbelehrung; Regelungsumfang eines Kindergeldablehnungsbescheids; Wiederholung eines Verwaltungsakts

Von |2015-11-10T07:40:17+00:00November 10th, 2015|Allgemein|

Bundesfinanzhof, Urteil vom 12.03.2015 (III R 14/14): 1. Eine aufgrund eines fehlerhaft genannten Fristbeginns unrichtig erteilte Rechtsbehelfsbelehrung führt gemäß § 55 Abs. 2 FGO dazu, dass die Einlegung des Rechtsbehelfs noch innerhalb eines Jahres seit der Bekanntgabe des Bescheids zulässig ist. Dies gilt auch dann, wenn damit statt der gesetzlich vorgeschriebenen Frist eine zu lange [...]

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BGH: Hemmungswirkung des Mahnbescheides

Von |2015-11-09T10:21:29+00:00November 9th, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 16.07.2015 (III ZR 238/14): a) Die mit der Zustellung eines Mahnbescheids verbundene Hemmungswirkung erfasst den Streitgegenstand insgesamt und somit auch alle materiell-rechtlichen Ansprüche, die zum Streitgegenstand gehören. Demgemäß erstreckt sich die Hemmungswirkung bei hinreichender Individualisierung des geltend gemachten prozessualen Anspruchs im Mahnantrag auf alle im Rahmen der Anlageberatung unterlaufenen Beratungsfehler (Fortführung der [...]

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BGH: Folgen des Missbrauchs des Mahnverfahrens

Von |2015-11-06T07:58:47+00:00November 6th, 2015|Allgemein|

Bundesgerichtshof, Urteil vom 23.06.2015 (XI ZR 536/14), Pressemitteilung 105/2015: Der u.a. für das Bankrecht zuständige XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass sich auf die Hemmung der Verjährung durch Zustellung des Mahnbescheids nicht berufen kann, wer im Mahnverfahren bewusst falsche Angaben macht. Der Kläger des Ausgangsverfahrens erwarb im Jahr 1992 Wohnungseigentum. Den Kaufpreis finanzierte er [...]

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